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2500 Autofahrer „sammeln“ Punkte

Hessenweiter Blitzermarathon 2500 Autofahrer „sammeln“ Punkte

Im vergangenen Jahr waren es 15.000 Fahrzeuge, die beim Blitzermarathon in Hessen geblitzt wurden. Dieses Mal waren es satte 5000 weniger. Allerdings wurden auch nur 190.000 Fahrzeuge erfasst. 2016 waren es 363.000.

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Beim Blitzermarathon wurden Messstationen sowohl innerörtlich wie auch außerörtlich aufgebaut. In der Stadt Marburg nur im Wehrdaer Weg.

Quelle: Tobias Hirsch

Marburg. Im Landkreis Marburg-Biedenkopf waren am Mittwoch zwischen 6 und 22 Uhr Polizei und Kommunen an knapp 19 Messstellen im Einsatz. Exakt 10.684 Fahrzeuge wurden erfasst, teilt Guido Rehr, Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelhessen mit.

„Insgesamt waren 431 Fahrzeuge zu schnell. 203 Fahrzeuglenker müssen mit einem Verwarnungsgeld von maximal 30 Euro rechnen“, so Rehr. Für 28 Personen lief es nicht so gut. Sie waren so schnell, dass auf sie ein Bußgeld sowie Punkte in Flensburg zukommen.

Polizei ist mit Ergebnissen zufrieden

„Von diesen muss einer zusätzlich für mindestens vier Wochen auf seinen Führerschein verzichten“, sagt Rehr. Das Ergebnis mag einem jetzt „mager“ vorkommen, aber darum ging es ja gerade bei diesem Aktionstag nicht. Durch die frühzeitige Veröffentlichung der Blitzerstandorte sollten Autofahrer sensibilisiert werden, sich an die vorgegebenen Geschwindigkeitsbeschränkungen zu halten. Wer es dann doch nicht schaffte, seine Tachonadel im grünen Bereich zu halten, wurde eben geblitzt. Deshalb fällt gerade auf Grund des eben als mager bezeichneten Ergebnisses die Bilanz der Polizei für ganz Mittelhessen positiv aus. Rehr: „An nahezu allen Kontrollstellen in Mittelhessen stellten Polizei und Kommunen weniger Geschwindigkeitsverstöße fest. Im Allgemeinen waren die Fahrerinnen und Fahrer besonnen und vorsichtig unterwegs. Damit haben sie selbst einen Beitrag zur Verkehrssicherheit geleistet.“

Auf den Autobahnen hingegen wurde mitunter auch wie üblich „geheizt“. Rehr berichtet von den Ergebnissen der Polizeiautobahnstation in Butzbach, die Autobahnabschnitte der A 5, A 45, A 480 und A 485 betreut.

Nur ein Fahrverbot im Landkreis 

7549 Fahrzeuge wurden an insgesamt vier Messstellen gezählt. „700 Fahrzeuge waren zu schnell. 104 Fahrzeuglenker müssen mit einem Verwarnungsgeld von maximal 30 Euro rechnen. 596 Kraftfahrzeugfahrer waren so schnell, dass auf sie ein Bußgeld sowie Punkte in Flensburg zukommen. Von diesen müssen 44 zusätzlich für mindestens vier Wochen auf ihren Führerschein verzichten.“

Insgesamt waren in Hessen 138 so schnell unterwegs, dass sie mit einem Fahrverbot von mindestens vier Wochen rechnen müssen. 2500 handelten sich Punkte ein.

Seit 2015 findet der Blitzermarathon europaweit statt. In Deutschland jedoch nicht flächendeckend. 2016 beteiligten sich sieben Bundesländer nicht an der Aktion, in diesem Jahr fielen acht Bundesländer aus, darunter auch das Blitzermarathon-Erfinder-Bundesland Nordrhein-Westfalen, das 2012 den Aktionstag ins Leben rief. Die Begründung aus Nordrhein-Westfalen, dieses Mal auszusetzen: die massive Personalbindung aufgrund des am Wochenende anstehenden Bundesparteitags der AfD in Köln.

von Götz Schaub

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