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Aus No-Name-Weg wird der Teichwiesengraben

Straßenbenennung Aus No-Name-Weg wird der Teichwiesengraben

Der Verbindungsweg zwischen der Gisselberger und der Leopold-Lucas-Straße hat nun endlicheinen Namen: Anwohner und Stadtverwaltung weihten gemeinsam den frisch benannten "Teichwiesengraben" ein

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Oberbürgermeister Egon Vaupel (von links), Magistratsmitglied Roland Stürmer, die Ockershäuser Günter Nitsch, Petra Schöck, Ortsvorsteher Matthias Simon, sein Stellvertreter Dr. Sven-Olaf Krusch und Walter Hilberg enthüllten das neue Straßenschild des Teichwiesengrabens.Foto: Ina Tannert

Ockershausen. Die Stadt hat nun einen Namen mehr im Straßenregister. Die breite, von Bäumen gesäumte Allee an der Leopold-Lucas-Straße auf der gegenüberliegenden Seite des Bachwegs teilt den Bereich der Kaufmännischen Schulen (KSM) und das Gelände des Georg-Gaßmann-Stadions. Über Jahre hinweg war der Fußgänger- und Radweg namenlos.

Jetzt konnte der frisch gebackene „Teichwiesengraben“ von Stadtverwaltung und Ockers-häusern offiziell eingeweiht werden. „Wir geben heute einem No-Name-Weg einen richtigen Namen“, sagte Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) während der feierlichen Enthüllung des neuen Straßenschildes. Großen Anteil an der „namhaften“ Initiative hatte der Ortsbeirat Ockershausen. Die Verwaltungsorgane der Stadtteile sind nah am Bürger dran und stiften die Identitäten der Ortsteile, betonte das Stadtoberhaupt. Dazu gehörten auch Adressen, Plätze und Straßen in ihren Bezirken.

Weg verläuft parallelzum Teichwiesenweg

Rund zwei Jahre hat die Namensfindung gedauert. Bürger, Ortsbeirat und Magistrat diskutierten gemeinsam über eine passende Bezeichnung. Namensteile benachbarter Straßen oder bekannte Marburger wie die Familie Schwan wurden aufgegriffen und wieder verworfen. Schließlich einigte man sich dann doch auf den Namen Teichwiesengraben, dem die Stadtverordnetenversammlung im Mai zustimmte.

Der Verbindungsweg zwischen der Gisselberger und der Leopold-Lucas-Straße verläuft teilweise parallel zum altbekannten Teichwiesenweg. Der Name ist daher nicht neu, aber er passt - noch vor einigen Jahrzehnten, als die Leopold-Lucas-Straße nicht mehr als ein „besserer Feldweg“ war, führte ein Flusslauf durch das heute befestigte Gelände, daher auch der Name des gegenüberliegenden Bachwegs.

Dieser wurde erst in den 60er Jahren kanalisiert und der Bereich als Durchgang umgebaut. Die Feuchtwiesen rund um den Fluss waren damals regelmäßig überschwemmt, im Gebiet des heutigen Schulgeländes konnte man damals im Winter sogar Schlittschuh laufen, erinnert sich Ortsbeiratsmitglied Walter Hilberg noch schmunzelnd an seine Kindheit.

Schul-Sporthalle ist nun einfacher zu benennen

Für die Ockershäuser ist der Name Teichwiesen(-graben) daher schon seit vielen Jahren ganz gebräuchlich, die offizielle Benennung nun der sinnvollste Schritt. „Schön, dass die Einwohner ihr Viertel benennen können, wie es für sie sinnvoll ist“, lobte Anwohner und Magistratsmitglied Roland Stürmer.

Von nun an könne sich nicht nur Ockershausen über einen neuen Namen freuen, auch die große Sporthalle der KSM ist nun viel einfacher zu benennen, lobte auch Ortsvorsteher Matthias Simon. Vor allem Besucher von außerhalb verwechseln häufiger die Schulsport- mit der nahen Georg-Gaßmann-Halle. Als deutliche Unterscheidung sei nun die „Sporthalle am Teichwiesengraben“ einfacher zu finden.

von Ina Tannert

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