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Auf einem Trampolin die Motorik schulen

„Stadterneuerung Richtsberg“ Auf einem Trampolin die Motorik schulen

Motorik und Koordinationsfähigkeiten verbessern, das richtige Verhalten im Straßenverkehr üben – das können die Schüler der Astrid-Lindgren-Schule nun auch auf dem Schulhof üben.

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Die neuen Bewegungsmöglichkeiten auf dem Gelände der Astrid-Lindgren-Grundschule werden gut angenommen. Viel Freude bereitet diesen Schülern das Trampolinspringen.

Quelle: Björn-Uwe Klein

Marburg. Dort stehen den Kindern seit kurzem eine Balancier-Anlage, ein ebenerdiges Trampolin, zehn Fahrräder und ein Fahrradparcours mit Ampelanlage zur Verfügung. Die Neuanschaffungen wurden von Schuldezernentin Dr. Kerstin Weinbach (SPD) und Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne) offiziell ihrer Bestimmung übergeben.

Große Freude bei den Grundschülern, die während des Pressegesprächs auf dem Fahrradparcours unterwegs waren und auf dem Trampolin sprangen, sowie bei Schulleiterin Claudia Herwig: Die Schüler seien „total begeistert“, sagte die Rektorin. Einige hätten noch nie auf einem Fahrrad gesessen. Der Fahrradparcours werde gut genutzt – sogar nachmittags.

Bedarf in Jugendverkehrsschule
 aufgefallen

Herwig erklärte im Gespräch mit der OP, dass die Schulung der Kinder in Sachen Wahrnehmung und Motorik seit vergangenem Sommer Gegenstand von Gesprächen zwischen der Schule und der Stadt Marburg gewesen sei.

Entsprechender Bedarf auf diesen Gebieten sei während des Übens in der Jugendverkehrsschule aufgefallen – ein Punkt, den der Verkehrserzieher und Polizeioberkommissar Tobias Decher bestätigte. „Verkehrsregeln sind aber kaum zu vermitteln, wenn die motorischen Voraussetzungen nicht gegeben sind“, sagte Decher.

Deshalb sei es notwendig, in der Schule nicht nur Verkehrsregeln zu behandeln, sondern auch die motorischen Fähigkeiten der Schüler zu verbessern. Aus den Gesprächen zwischen Schulleiterin Claudia Herwig, Celia Meggers vom städtischen Fachdienst Stadtgrün, Klima und Naturschutz sowie Dr. Heinrich Scherer vom Fachdienst Stadtplanung erwuchs schließlich die Idee, das Schulgelände der Astrid-Lindgren-Schule mit neuen Bewegungsgeräten und einem Parcours zu versehen.

Begonnen wurde bereits im November 2015 mit dem Parcours – ­einer achtförmigen Markierung, von Thorsten Rucker auf das Schulhof-Pflaster aufgetragen. Sie zeigt modellhaft den Verlauf einer Straße mit Kreuzungen und soll den Schülern beim Lernen von Verkehrsregeln wie „rechts vor links“ helfen.

Stadt finanziert
 Projekt mit 10.000 Euro

Ein Parcours sei „schön und gut“, sagte Dr. Kerstin Weinbach, „aber ein paar Räder mussten noch dazu“. Und so beteiligte sich das städtische Schulamt mit sieben Fahrrädern an dem Projekt. Drei weitere Fahrräder sowie eine mobile Ampelanlage steuerte die Jugendverkehrsschule bei. Während der Osterferien installierte Thorsten Rucker die übrigen Bewegungsgeräte – das Trampolin und die als „Slackmaster“ bezeichnete Balancier-Anlage.

Insgesamt steuerte die Stadt Marburg 10.000 Euro dazu bei, um die Anschaffung und Installation der Bewegungsgeräte zu finanzieren. Dies erfolgte im Zuge des Beschäftigungsprojekts „Stadterneuerung Richtsberg“.
Claudia Herwig freute sich, dass die Stadt Marburg schnell gehandelt habe, nachdem der Bedarf aufgezeigt worden sei. Von einer „zügigen Umsetzung“ sprach auch Dr. Franz Kahle.

Dr. Heinrich Scherer wies auf das Anliegen hin, Bedarfe zeitnah zu stillen, betonte aber auch, dass die Schule Glück gehabt habe. Denn 2015, als die Dinge auf den Weg gebracht wurden, habe es noch keine Haushaltssperre gegeben.

von Björn-Uwe Klein

 
Hintergrund
Das Thema Verkehrserziehung ist in der Astrid-Lindgren-Schule fest im Stundenplan verankert. So gibt es zum Beispiel für die Klassen 3 und 4 inzwischen eine verpflichtende Roller-AG, in der die Schüler mit Verkehrsregeln vertraut gemacht werden.
 
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