Auf dem Bauch zum Sieg: Lars Walter rutscht am schnellsten ins Ziel.
Marburg. So etwas haben Daniel Grey und Chris Turner noch nie mitgemacht. Die beiden Australier kommen mit Eisbahnen eher selten in Kontakt – und deshalb ließen es sich die Studenten nicht nehmen, am 2. Marburger Ice Race teilzunehmen.
„Hier ist es rund 40 Grad kälter als bei uns zu Hause“, sagte Chris Turner bibbernd. Doch die Australier gewöhnten sich sehr schnell an die für sie sehr ungewöhnliche Außentemperatur und lieferten eine sehr passable Leistung ab: Vor den Augen dutzender Zuschauer raste Daniel den 50 Meter langen Eiskanal bäuchlings als Drittschnellster hinab. Geschlagen wurde er nur von Guido Irmischer und Lars Walter, der in einer Zeit von 7,7 Sekunden die Eisbahn hinabsauste. Wahrscheinlich hat ihn das laute Anfeuern seines Kumpels Rainer Kapinus so schnell ins Ziel getragen.
Kapinus selbst zog sich bei seinem Rekordversuch eine Schürfwunde zu, ließ sich davon aber nicht beeindrucken. „Pah, das war es wert“, resümierte der 26-Jährige, der den Erfolg seines aus einem kleinen Ort bei Sontra stammenden Freundes auf die „Dorfpower“ zurückführte.
Zahlreiche Passanten blieben am Dienstagabend verwundert ob des lauten Spektakels stehen. Denn nicht nur die „Rutscher“ machten ordentlich Krach, sondern auch You-Fm-Moderator Daniel Boschmann, der das spaßige „Wintersporthighlight des Jahres“ locker flockig moderierte.
Zu gewinnen gab‘s natürlich auch etwas: Sieger Lars Walter freut sich nun über VIP-Tickets plus Übernachtung für das „Red Bull Crashed Ice“ im Olympiapark in München.
von Nadine Weigel
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