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Auf der Suche nach neuen Freunden

Tierheim-Fest Auf der Suche nach neuen Freunden

Unter dem Motto „Tier-Friends & Family“ lud am Sonntag das Tierheim zum Sommerfest mit Hundeshow, Tiervorstellung und allerlei Informations­möglichkeiten.

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Hunde und ihre Besitzer nahmen beim Tierheimfest mit großer Freude am Agility-Test teil.
Fotos: Lisa Rösser

Marburg. Jung und Alt besuchten das Sommerfest des Tierheims, bei dem sich alles um Tier, Freunde und Familie drehte: „Uns geht es nämlich nicht nur um das Tier an sich, sondern auch darum, dass es Freunde und jedes Tier auch eine Familie findet“, erklärte Tierheim-Leiter Robert Neureuther das Motto des Fests.

Viele Besucher nahmen an der Tombola teil, bei der es attraktive Preise zu gewinnen gab, und besichtigten die Informationsstände rund ums Thema Tierschutz und Tierhaltung. Zudem gab es ein abwechslungsreiches Programm.

Die THW-Hundestaffel demonstrierte das Zusammenspiel von Mensch und Hund bei der Rettung von Verunglückten. Das Tierheim stellte einige Hunde vor, die auf der Suche nach einem neuen Zuhause sind, und schließlich durften einige Vierbeiner - sowohl Heimtiere als auch Privattiere mit ihren Herrchen - ihr Können bei einem Hundewettbewerb mit Agilitätsschwerpunkt beweisen.

„Gassi-Geher“ und „Katzenschmuser“ gefragt

Besonderes Anliegen bei der Sammlung von Spenden war dabei die Renovierung des Hundehauses, das schon seit einiger Zeit das Herzstück der Verbesserungsbemühungen darstellt. Stolz führte Neureuther beim Sommerfest bereits einen umgebauten Zwinger vor. „Man sieht sofort: Der Hund hat hier doppelt so viel Platz, und durch die Schalldämmung ist es auch viel ruhiger, was weniger Stress für das Tier bedeutet“, erklärte er.

Aber nicht nur für Gesundheit und Wohlbefinden des Hundes sind diese Neuerungen eine wichtige Verbesserung. „Der Hund hat hier eine viel wohnlichere Atmosphäre und kann sich leichter auf ein neues Zuhause einstellen, was es auch für die Pfleger leichter macht, zu erkennen, wie der Hund sich sozial verhält“, so Neureuther.

„Es ist uns wichtig, die Tiere schnell zu vermitteln, und das geht am besten in so einer Zimmeratmosphäre.“ 20000 Euro hat der Umbau dieses ersten Zwingers gekostet - die Tür, so hofft Neureuther, ließe sich vielleicht mit den Einnahmen des Festes finanzieren.

Das Fest sei zwar gut besucht, so Neureuther, jedoch nicht so gut wie im Vorjahr. „Ich habe bis jetzt vielleicht so 2000 Leute gesehen, das sind definitiv weniger Leute als im vergangenen Jahr.“ Dabei schwingt auch eine gewisse Besorgnis darüber mit, ob das Tierheim genügend Spenden zusammenbekommt. „Es ist lobenswert, wie viel Unterstützung wir erfahren durften, von Helfern, aber auch Sponsoren. Und nun hoffen wir auf die Unterstützung aller Bürger“, appellierte der Heimleiter. Denn Fachpersonal, Futter und ärztliche Betreuung der Tiere sind teuer, Vermittlungen decken die Kosten nicht. „Wir sind das Tierheim des gesamten Landkreises Marburg-Biedenkopf und ich hoffe, die Leute sehen den Bedarf - wenn jeder nur einen Euro spendet, dann könnten wir schon umbauen“, sagte Neureuther hoffend. Aber auch ehrenamtliche „Gassi-Geher“ und „Katzenschmuser“ sind nach wie vor gefragt.

von Lisa Rösser

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