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Auf den Spuren von Räuber Hotzenplotz

Ferienbetreuung Auf den Spuren von Räuber Hotzenplotz

Eine abwechslungsreiche, spannende Räuberwoche erleben derzeit zehn Kinder und Jugendliche mit und ohne Handicap in der Ferienbetreuung der Lebenshilfe Marburg.

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Räuberhut, Räuber-Shirt, Räuberhöhle: Zehn Kinder peppen derzeit mit der Lebenshilfe Marburg ihre Ferien auf. Das Wochenmotto: Räuberleben.

Quelle: Ina Tannert

Marburg. Am Montag begann die diesjährige Ferien-Themen­woche im Lebenshilfewerk Marburg-Biedenkopf. Während einer bunten Räuberwoche begeben sich die Teilnehmer zwischen 4 und 21 Jahren auf die Spuren von Räuber Hotzenplotz und anderen bekannten Ganoven.

Zu einem wilden Räuberleben gehören natürlich zahlreiche Ausflüge, Lagerfeuer, Schatzsuchen im Wald, jede Menge Räuberlieder und -tänze. Gestern stand jedoch erst einmal der Bau eines ordentlichen Räuberhauses auf dem Programm. Begeistert bastelten sich die zehn Kinder und ihre Betreuer mit bunt bemalten Tüchern eine Höhle, farbenfrohe Räuberhüte und dachten sich wilde Räubernamen aus. Bei sommerlichen Temperaturen genossen schließlich „Räuber­könig Lügenmaul“, „Räuber Tonkopf“, „der Durchtriebene“ oder „der Unverfrorene“ und zahlreiche weitere „Lumpen“ einen abwechslungsreichen Tag auf dem Gelände der Lebenshilfe.

Neben Bastelarbeiten, zahlreichen Geschichten und Spielen wie „Räuberschach“ stehen im Verlauf der Woche Ausflüge auf die Sackpfeife und eine spannende Schnitzeljagd durch den Wald an. Mit einem kleinen musikalischen Räuberfest in gemütlicher Runde am Lagerfeuer samt Stockbrot grillen lassen die Kinder die wilde Woche schließlich ausklingen.

Gemeinsame Freizeitgestaltung, jede Menge Spaß und nicht zuletzt der Inklusionsgedanke stehen im Mittelpunkt der Ferienbetreuung der Lebenshilfe. Innerhalb der Gruppe lernen die Kinder und Jugendlichen mit der eigenen Behinderung, Wahrnehmungsstörungen oder Entwicklungsverzögerungen wie auch den Handicaps der anderen umzugehen und Berührungsbarrieren abzubauen. „Es ist wichtig, offen mit den Kindern darüber zu sprechen, dass andere Menschen einfach manchmal Hilfe bei alltäglichen Dingen brauchen“, erklärt Regina Plaßmann vom familienentlastenden Dienst der Lebenshilfe. Dabei sei es besonders wichtig, die Kinder zu motivieren und ihnen Mut zu machen - eben wie ein mutiger Räuber auch mal etwas Neues auszuprobieren.

Ganz oben auf der Liste steht für die Kinder Rennen, Toben und gemeinsame Spiele, „das macht am meisten Spaß, das wird eine schöne Woche“, findet etwa „Räuber Tonkopf“ alias Teilnehmer Justin. „Es gefällt mir gut hier, die Räuberhöhle ist toll geworden“, meint auch Isabel „Lady Unverfroren“.

Im kommenden Jahr ist ein Musikprojekt geplant

Neben der alljährlichen Themenwoche bietet der Verein während der gesamten Ferienzeit eine Ganztagsbetreuung an. „Diese Zeit ist immer etwas ganz Besonderes für alle, die Kinder haben Riesenspaß“, erklärt die Betreuerin. Während die Teilnehmer spannende, abwechslungsreiche Tage erleben, sollen gleichfalls die Eltern während der langen Ferienzeit entlastet werden.

Neben zahlreichen Spielangeboten und Ausflügen veranstalten die Betreuer regelmäßige Präventionstage. Unter anderem berichten dabei Vertreter von Feuerwehr, Polizei oder Notdienst über ihre Arbeit.

Für das kommende Jahr will sich die Lebenshilfe verstärkt auf weitere Inklusionsprojekte konzentrieren. Geplant ist unter anderem ein Musikprojekt für Kinder.

von Ina Tannert

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