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Auf den Spuren von Karl von Frisch

Schülerehrung Auf den Spuren von Karl von Frisch

Bereits zum achten Mal wurden am Wochenende die besten hessischen Abiturienten im Fach Biologie mit dem Karl-von-Frisch-Preis gekürt – darunter waren auch Schüler aus Marburg.

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Die Marburger Preisträger Emily Cecilia Hardin (Gymnasium Philippinum, von links), Anne Sophie Hahlgans (Kaufmännische Schulen) und Simon Niklas Kressin (Gymnasium Philippinum) mit Arno Bernhardt, Leiter des Staatlichen Schulamtes Marburg, und Schuldezernentin Dr. Kerstin Weinbach, die die Preise überreicht hatten. Foto: Altmüller

Quelle: Altmüller

Marburg . „Was Karl von Frisch letztlich den Nobelpreis eingebracht hat, war seine hervorragende Beobachtungsgabe“, so Dr. Jörg Klug von Verband Bio­logie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO), der vergangenen Samstag an Abiturienten den Karl-von-Frisch-Preis für außergewöhnliche Leistungen im Fach Biologie verlieh.

Der Namenspatron, der 1886 in Wien geboren wurde, habe entdeckt, dass Bienen Farben sehen können. Auf einem Schachbrett mit unterschiedlichen Schattierungen habe er nachgewiesen, dass die Bienen
immer zielstrebig auf das blaue Feld flogen, das die Schale mit Zuckerwasser markierte.

Unter den 75 Preisträgern, die bei der Veranstaltung geehrt wurden, hatten sechs von der zwölften Klasse an in allen Halbjahres- und Schuljahres-Zeugnissen sowie in der Abiturprüfung immer 15 Punkte gehabt. Die anderen hatten

mindestens einen Schnitt von 14 Punkten. Einige, die knapp darunter lagen, erhielten „Anerkennungsurkunden“.
Schuldezernentin Dr. Kerstin Weinbach und Arno Bernhardt, Leiter des Staatlichen Schulamtes Marburg, überreichten die Urkunden. Zudem bekamen die Teilnehmer einen Buchpreis und eine einjährige Mitgliedschaft im VBIO geschenkt.
Der Preis, der bereits zum achten Mal in Marburg verliehen wurde, soll Schüler motivieren, ein Studium im Bereich der Biowissenschaften aufzunehmen. Vor der Preisverleihung bekamen sie Führungen durch Labore im Gebäude des Fachbereichs Biologie der Philipps-Universität auf den Lahnbergen, wo die Veranstaltung stattfand.

Seit langem auch eine Schülerin der KMS unter Gewinnern

Aus Marburg gewann Anne Sophie Hahlgans von den Kaufmännischen Schulen den Preis – eine Seltenheit, wie Organisatorin Beate Ullrich, Lehrerin an der Adolf-Reichwein-Schule, sagte. Nur alle zwei Jahre gewinne ein Teilnehmer von einer beruflichen Schule den Preis. Hahlgans nahm unter anderem an der MINT-Summer-School des Zentrums für Lehrerbildung und der Philipps-Universität teil.

Preisträgerin Emily Cecilia Hardin vom Gymnasium Philippinum zeichne sich durch ihr Engagement aus, las Ullrich aus der Begründung des Lehrers, der die Abiturientin vorgeschlagen hatte. Sie absolvierte ein sechsmonatiges Praktikum in Salt  Lake City und ein zweiwöchiges im Bereich Meeresbiologie in Florida. Außerdem nahm sie am Erfinderlabor „Biotechno­logie“ vergangenes Jahr teil.

Simon Niklas Kressin, ebenfalls vom Philippinum, machte vergangenes Jahr ein einwöchiges Praktikum im XLAB in Göttingen, einem „Experimentallabor für junge Leute“, las Ullrich vor. Er sei auch als Pianist begabt und trete im Rahmen der Schlosskonzerte auf.

Zu den Preisträgern im Landkreis zählte außerdem Hannah Kalden von der Alfred-Wegener-Schule in Kirchhain, die ein besonders hohes Abstraktionsvermögen sowie auch in anderen Fächern sehr gute Noten habe.
Nina Sophie Bellersheim von der Freiherr-vom-Stein-Schule Gladenbach absolvierte ein Praktikum im kardiologischen Labor des Universitätsklinikums und einen Photosynthese- Kurs im Botanischen Garten, berichtete Ullrich. Sie sei auch Abgeordnete im Kreisjugendparlament Gladenbach gewesen.

Moritz Bögel von der Lahntalschule in Biedenkopf habe das Talent, Erlerntes innovativ, vernetzend und produktiv einzusetzen.

von Freya Altmüller

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