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Auf Tuchfühlung mit den Fußgängern

Schlossbahn im Sandweg Auf Tuchfühlung mit den Fußgängern

Die nach langem Hin- und Her gefundene Route der Schlossbahn, die abAnfang August befahren werden soll, stößt nicht nur auf Zustimmung. Die OP hat die Strecke abgefahren und zeigt, wo es eng werden könnte.

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Bevor die Schlossbahn in den Sandweg abbiegen kann, muss der Fahrer den Sperrpfosten entfernen, der anderen Fahrzeugen die Zufahrt in den Fußgängernund Radfahrern vorbehaltenen Weg verwehrt.

Quelle: Tobias Hirsch

Marburg. Los geht es vom Friedhofsparkplatz an der Hohen Leuchte. Dort wird die Schlossbahn, aus Richtung Oberstadt kommend, wenden und wieder den Rotenberg hinunterfahren. Die Tour über den Rotenberg und auf der Rückfahrt über Köhlersgrund, Marbacher Weg und Ketzerbach dürfte allenfalls zu Problemen mit Autofahrern führen, die hinter der maximal 25 Kilometer pro Stunde (km/h) „schnellen“ Bahn her zuckeln müssen, obwohl sie auf diesen Straßen zwischen 30 und 60 km/h schnell unterwegs sein dürfen.

Die Schleife über den Friedhof Hohe Leuchte ist bei der Hinfahrt zum Schloss notwendig, da die Bahn sonst die Einfahrt in die Calvinstraße nicht schafft. Die dürfte für das aus „Lok“ und zwei Anhängern bestehende Gespann mithilfe des Umwegs kein Problem sein, genauso wenig das Abbiegen in den Sandweg. An dessen Beginn muss der „Lokführer“ allerdings einen Halt einlegen, um einen Sperrpfosten zu entfernen. Denn dieser Weg ist, wie ein blaues Verkehrsschild zeigt, Fußgängern und Radfahrern vorbehalten. Dort wird allerdings bald ein Zusatzschild „mit Ausnahme Schlossbahn“ angebracht werden, teilt Stadtpressesprecherin Sabine Preissler auf Nachfrage mit. Nachdem der Schlossbahnfahrer den Sperrpfosten wieder eingesetzt hat, geht es weiter über den Fuß- und Fahrradweg, bis am Ende eines „grünen Tunnels“ ein weiterer Sperrpfosten wieder einen zweimaligen Stopp notwendig macht.

Bahn teilt sich Sandweg mit Fußgängern und Radfahrern

Danach ist der Sandweg als Anliegerstraße für Fahrzeuge bis zu einem maximalen Gesamtgewicht von 2,8 Tonnen ausgewiesen, wie eine Schilderkombination aus Richtung Gisonenweg/Lutherstraße zeigt. Dort soll es kein weiteres Zusatzschild geben, sagt Preissler, da das Tiefbauamt keine Bedenken gegen die Durchfahrt der Schlossbahn hat.

Nach dieser zeitraubenden Bewältigung der Engstelle „Sandweg“ kann die Bahn ohne weitere Verzögerung über den Gisonenweg ihr Ziel, das Landgrafenschloss, ansteuern.

Auch bei der Rückfahrt wird es durch den Sandweg im „Stop-and-go-Modus“ gehen, zumal die Bahn dort Schritttempo fahren wird, um nicht in Konflikt mit Fußgängern und Radfahrern zu geraten. Der lauschige und bequem zu gehende Weg wird aus Richtung Rotenberg gerade an Wochenenden gerne von Schlossbesuchern genutzt - bei Festen wie „3 Tage Marburg“ ziehen die Menschen dort in Scharen hindurch, nachdem sie ihre Autos am Oberen Rotenberg und auf dem Friedhofsparkplatz abgestellt haben.

Damit Fußgänger und Bahn beide Platz haben, müssen Hecken zurückgeschnitten werden. Das übernimmt zunächst die Stadt, teilt Preissler mit, später sollen die Anwohner dafür zuständig sein.

von Michael Arndt

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