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Auf Luthers Spuren durch die Stadt

500 Jahre Reformation Auf Luthers Spuren durch die Stadt

„Reformation für jeden“, damit werben Stadträtin Dr. Kerstin Weinbach (SPD) und Pfarrer Ulrich Biskamp von der Lutherischen Pfarrkirche für das anstehende Reformationsjubiläum in Marburg.

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Dr. Richard Laufner (von links), Dr. Kerstin Weinbach, Karin Stichnothe-Botschafter, Gesa Coordes, Raphael Ammon und Ulrich Biskamp stellten die ersten Programmpunkte des Reformationsjubiläums in Marburg vor.

Quelle: Arnd Hartmann

Marburg. Erste Planungen zu Veranstaltungen, Stadtführungen und der Begrüßung von internationalen Gästen, die auf den Wegen der Reformation die Stadt erkunden können, präsentierten Magistratsvertreter und Fachdienst Kultur im Beinhaus der Lutherischen Pfarrkirche. „Es ist sehr spannend sich mit der Stadtgeschichte zu beschäftigen“, betonte Weinbach. Damit auch für das kommende Jahr ein entsprechend informatives Programm zur Verfügung steht, beteiligen sich die Marburger Organisatoren an der bundesweiten Jubiläumskoordination und „werben auf der internationalen Tourismusmesse in Berlin“, sagte Karin Stichnothe-Botschafter.

Deshalb sei es sehr wichtig „früh präsent zu sein“, betont Dr. Richard Laufner, Leiter des Fachdienstes Kultur, da Marburg im europäischen Kontext des Reformationsweges eine wichtige Rolle einnimmt. In den Geschichtsbüchern der Stadt vermerkt, findet sich zum 500. Reformationsjubiläum die strittige Begegnung zwischen den beiden Kirchenkritikern. Der deutsche Reformator Martin Luther und sein Schweizer Mitstreiter Huldrych Zwingli führten im Oktober 1529 auf Einladung von Landgraf Philipp das Marburger Reformationsgespräch. Aber nicht nur die kritische Hinterfragung der römisch-katholischen Glaubensgemeinschaft, sondern ebenso das Aufbegehren der Bevölkerung nach Wissen und gesellschaftlicher Freiheit pflasterte den Weg, welche die Reformationsbewegung nahm.

Aus diesem Grund können die Besucher bereits jetzt sowie im kommenden Jahr die Reformationsroute erkunden, die Luther auf dem Weg zum Religionsgespräch passierte. Der passende Flyer zu diesem Stadtspaziergang zeigt die Ankunft des Reformators auf der Weidenhäuser Brücke.

Begleitung durch Audioguides geplant

Die geführte Route schlängelt sich entlang der Alten Universität, dann zum Marktplatz und Rathaus über die Lutherische Pfarrkirche zum Schloss und zur Elisabethkirche. Ein Abstecher zum Wohnhaus von Adam Kraft und dem ehemaligen Franziskanerkloster ist ebenfalls enthalten.

„Es geht darum, Marburg zu entdecken“, erklärt Gesa Coordes. So werden Route und weitere Führungen nach und nach bis zum Herbst 2016 weiterentwickelt und mit Audioguides unterstützt werden.

Dem Flyer der Reformationsroute beiliegend, zeigt ein Informationsblatt zudem die geplanten Veranstaltungen in Marburg während des Jubiläumsjahres 2017. Eine Zeitreise nimmt die Besucher vom 15. bis 18. Juni um und in der Lutherischen Pfarrkirche mit ins 16. Jahrhundert: Tischreden, Vokalmusik, Predigt-Slam und mittelalterliche Köstlichkeiten können entdeckt werden.

Der Theatersommer zeigt auf dem Marktplatz eine Uraufführung von Marc Becker natürlich zum Thema Luther, und bereits im Januar 2017 findet das Marburger Ökumenegespräch in der Alten Aula der Philipps-Universität statt.

Neben Übernachtungspauschalen und weiteren Tourismusangeboten soll das Reformationsjubiläum in Marburg nicht nur gefeiert werden, „es geht darum, die damalige Zeit wieder lebendig erfahrbar zu machen“, sagt Laufner.

Der Flyer zur Reformationsroute ist erhältlich beim Fachdienst Kultur sowie im Netz abrufbar unter www.marburg.de

von Arnd Hartmann

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