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Auch anderswo geht es um Stimmen

OB-Wahl Auch anderswo geht es um Stimmen

Nicht nur in Marburg wird bald das neue Stadtoberhaupt gewählt. Auch ­Gießen, Wetzlar und Bad Homburg küren bald ihre neuen Oberbürgermeister.

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Das Gelände der Landesgartenschau 2014 ist eines der zentralen Wahlkampfthemen in Gießen. Auch in Wetzlar und Bad Homburg wird am 14. Juni gewählt.

Quelle: Roland Holschneider

Marburg. Vier der zwölf hessischen Oberbürgermeister-Posten werden nächsten Monat neu vergeben. Zeitgleich wählen die mittelhessischen Städte Wetzlar, Gießen und eben Marburg sowie die Taunuskommune Bad Homburg am 14. Juni ihre neuen Rathauschefs. Die OP gibt ­eine Übersicht.

Lage

Gießen und Wetzlar sind ebenfalls Lahn-Anrainer. Am nördlichsten liegt Marburg, gefolgt von Gießen, ebenfalls ein Uni-Standort, rund 30 Kilometer weiter südlich. Von dort sind es 20 Kilometer nach Wetzlar. Vor den Toren Frankfurts und am Fuße des Taunus liegt Bad Homburg.

Einwohner

Gießen ist Mittelhessens größte Stadt mit 80 000 Einwohnern, und somit auch etwas größer als Marburg mit 72 000. In Wetzlar leben 51 000 Menschen. Bad Homburg zählt rund 52 000 Bürger.
Wahrzeichen

Gießen ist deutlich weniger pittoresk als Marburg, besitzt aber auch stadtbildprägende Uni-Gebäude, einen für die Landesgartenschau 2014 neu gestalteten Park sowie ein Mathe-Museum. Wetzlar nennt sich gerne Optik- und Goethestadt. Hier gibt es mehrere Optikfirmen, allen voran der traditionsreiche Kamerahersteller Leica. Mehrere Goethe-Schauplätze – der Dichter lebte hier eine Weile – sind in der Altstadt noch erhalten. Sehenswürdigkeiten der Kurstadt Bad Homburg sind Parkanlagen oder das Landgrafenschloss.

Oberbürgermeister

Klar ist bereits, dass neben Marburg auch Wetzlar ein neues Stadtoberhaupt bekommt. Amtsinhaber Wolfram Dette (FDP) setzt sich, so wie Egon Vaupel (SPD), zur Ruhe. Dette, seit 1997 in Wetzlar im Amt und Hessens dienstältester Oberbürgermeister, kündigte im vergangenen Herbst seinen Rückzug an. In Gießen regiert in erster Amtszeit SPD-Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz. In Bad Homburg ist der Grüne Michael Korwisi seit 2009 OB, er stellt sich als parteiloser Einzelkandidat zur Wahl.

Kandidaten

Grabe-Bolz‘ Herausforderer sind Anja Helmchen von der CDU, Pirat Ralf Praschak sowie der unabhängige Einzelbewerber Wolfgang Höll. Korwisi tritt gegen Alexander Hetjes (CDU) und SPD-Mann Karl Heinz Krug an. Ins Wetzlarer Rennen gehen Manfred Wagner (SPD) und Dennis Schneiderat (CDU). Matthias Büger will dafür sorgen, dass das Amt in FDP-Hand bleibt.

Themen

In Gießen wird ums Uniklinikum UKGM weniger gestritten als in Marburg. Stadtgespräch ist hier unter anderem das ehemalige Landesgartenschau-Gelände. Schon vor dem Blumenfest gab es Kritik an der Umgestaltung des Parkes, nun stören sich Gegner an den Nutzungsideen. Weitere Gießener Themen sind eine neue Bürgerbeteiligungssatzung oder – wie in Marburg – günstiger Wohnraum. Wetzlars großes Thema ist die nicht unumstrittene Ansiedlung eines Ikea-Marktes. Der schwedische Möbelriese will hier eine Filiale eröffnen. Debattiert wird auch über die Zukunft eines sanierungsbedürftigen Freibades. Bad Homburg bewegt unter anderem die Personalpolitik und Mitarbeiterzufriedenheit im Rathaus oder der Umbau einer stauanfälligen Kreuzung.

Aussichten

Wenn keiner der Kandidaten die nötige Mehrheit erringt, gibt es in allen Städten am 28. Juni eine Stichwahl.

von Carolin Eckenfels

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