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Auch Rollstuhlfahrer wollen aufs Eis

Eispalast schafft Laufhilfen an Auch Rollstuhlfahrer wollen aufs Eis

Die Verantwortlichen des Eispalasts zogen am Freitag bei einer Pressekonferenz eine positive Bilanz und blickten gleichzeitig in die Zukunft.

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Riesenspaß hatten diese Kinder im Trainingskurs der Jugendförderung für schon etwas fortgeschrittene Läufer.

Quelle: Ina Tannert

Marburg. Mit 24.100 Besuchern hatte der Eispalast dieses Jahr 500 Besucher mehr als voriges Jahr.

„Auch aus den umliegenden Städten und Dörfern gab es großen Andrang“, sagt Adi Ahlendorf, langjähriger Betreiber des Eispalasts.

Die von einem Zelt überdachte Eisfläche am AquaMar war etwa sechs Wochen geöffnet, die Weihnachtsferien jeden Tag, außer an Heiligabend. An den ersten Januartagen habe es eine kurze Flaute gegeben, als die Schule wieder angefangen habe. Das habe sich aber relativ schnell wieder normalisiert, sagt Ahlendorf.

Kinder bei Abschluss-Show begeistert bei der Sache

Für Leute, die noch nicht ganz sicher waren auf dem Eis, standen Laufhilfen zur Verfügung. Dieses Jahr sind neue dazugekommen. Sie sehen aus wie Wale. Für das nächste Jahr planen Ahlendorf und seine Mitarbeiter, auch für Rollstuhlfahrer Laufhilfen anzuschaffen, da das Interesse der Rollstuhlfahrer auf dem Eis zu fahren groß sei.

Von vielen Seiten gibt es Ideen für Aktivitäten auf dem Eis. Dazu zählt die kleine Eisschule für Kinder von sechs bis zwölf Jahren, Eishockeytraining für Jugendliche und junge Erwachsene und das Eisstockschießen für diejenigen, denen Schlittschuhfahren zu gefährlich ist.

Die Abschluss-Show „Nacht der Vampire“, aufgeführt von über 30 Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen am 24. Januar war dieses Jahr das Highlight. Björn Kleiner von der Stadtjugendförderung, der sowohl bei der kleinen Eisschule als auch bei der Abschluss-Show mitgewirkt hat, ist begeistert von der Motivation und dem Geschick der Kinder auf dem Eis.

Morgens sei der Eispalast immer von Gruppen aus Schulen, Kindergärten und Kitas gut besucht gewesen. Bei Besuchen der Blindenstudienanstalt habe man darauf geachtet, dass nicht allzu viele Leute auf dem Eis sind, erzählt Ahlendorf.

Dr. Barbara Punzenberger vom Rat für Migration fügt hinzu, dass es viele Freikarten für Deutsch-Intensiv-Klassen gegeben habe und die Integration der Flüchtlinge auf dem Eis sehr gut geklappt habe. Besonders erstaunt waren Ahlendorf und Punzenberger von dem schnellen Lernfortschritt der Flüchtlinge, für die es in den meisten Fällen das erste Mal auf dem Eis war.

von Klara Brinkmann

Organisatoren, Helfer und Gewinner des Eispalasts kamen zu einer Nachbesprechung zusammen. Foto: Klara Brinkmann
 
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