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Auch Marburger Gruppen vor Ort

Blockupy-Proteste Auch Marburger Gruppen vor Ort

Die Spuren der gewalttätigen Ausschreitungen anlässlich der Eröffnung des EZB-Neubaus in Frankfurt führen auch bis in den Landkreis.

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Schwarzer Rauch stand am Mittwoch Nachmittag über dem Frankfurter Osten.

Quelle: dpa

Marburg. "Krawall in der Bankenmetropole" - nur ein Beispiel von vielen Titelzeilen am Mittwoch. Die Medien überschlagen sich derzeit aufgrund der Entwicklungen beim Blockupy-Protest in Frankfurt.

Einsatzfahrzeuge brennen - Polizisten und  Demonstranten jagen durch die Straßen. Wer Autos anzündet, könne sich nicht auf das Grundrecht der Versammlungsfreiheit berufen, sagt Marburgs Polizeisprecher Martin Ahlich. "Mir fehlen die Worte für das, was gerade in Frankfurt passiert", ergänzt er. Ein Großteil seiner Polizei-Kollegen aus Marburg ist derzeit auch in Frankfurt, ob einige auch unter den Verletzten sind, weiß er jedoch nicht.

Fest steht aber, dass auch Marburger unter den Blockupy-Demonstranten in Frankfurt sind. Am Mittwochmorgen fuhr die "Blockade-Gruppe" mit dem ersten Zug vom Hauptbahnhof in Marburg nach Frankfurt. Treffpunkt war um 3.50 Uhr. Eine zweite Gruppe fuhr gegen Mittag zur Demonstration. "Eine Streife hat die Treffpunkte am Hauptbahnhof und am Busbahnhof überwacht. Aber es gab keinerlei Vorkommnisse. In Marburg war alles friedlich", sagt Ahlich.

( Plakate mit einem Aufrufe zum Blockupy-Prostest hängen am Uni-Hauptgebäude in der Marburger Biegenstraße. Privatfoto)

Ein Marburger Unternehmer berichtet am Mittwoch aus Frankfurt von Polizisten, die von Autonomen mit Farbe besprüht wurden und Autos, die wahllos beschädigt wurden. "Ich habe Verachtung für solche Menschen", sagt er.

Auch der Marburger Studierenden-Ausschuss Asta hat im Vorfeld zur Teilnahme in Frankfurt aufgerufen. "Unter dem Motto  Let’s Take Over The Party! sollen die Feierlichkeiten der geladenen politischen und ökonomischen Eliten blockiert werden", heißt es in der Ankündigung. Ziel sei es gegen die Sparpolitik der Troika auf die Straße zu gehen. Auch immer mehr Studierende würden sich gegen die Armuts- und Verelendungspolitik der europäischen Eliten wenden.

von Anna Ntemiris und Dennis Siepmann

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