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Attac tagt in Marburg

Sommerakademie Attac tagt in Marburg

Mit Aktionen und Bildungsarbeit möchte die außerparlamentarische Bewegung Attac politisch Druck ausüben. In Marburg finden dazu im August viele Workshops und Vorträge statt.

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Attac-Aktivisten demonstrierten in Osnabrück gegen „Fracking“-Methoden des Energiemultis ExxonMobil.

Quelle: dpa

Marburg. Die Sommerakademie ist die zentrale Bildungsveranstaltung der Bewegung Attac. Sie bietet Vorträge, Diskussionen und Workshops zu klassischen Themen der Globalisierungskritik wie zu aktuellen Entwicklungen, ein buntes Kulturprogramm und viele Gelegenheiten zu  Begegnungen. Dieses Jahr findet die Bildungsveranstaltung in Marburg statt, die hiesige Ortsgruppe hat etwa 170 Mitglieder, berichtet Dr. Reinhold Hünlich von Attac Marburg.

Als bundesweit ein Ort für die Sommerakademie gesucht wurde, zeigten sich die  Schulleitung der Richtsberg-Gesamtschule und die Verantwortlichen der Stadt Marburg auf Anfrage der Marburger Attac-Gruppe erfreulich kooperationsbereit und ermöglichen so die Durchführung der Akademie in den Räumlichkeiten der Schule, berichtet Hünlich. Damit wird in Marburg nach 2002 bereits die zweite Sommerakademie stattfinden.

Dort treffen langjährige Attac-Aktivisten und Interessierte aufeinander, die einfach mal erleben wollen, „wie Attac tickt“. Die Sommerakademie sei die Gelegenheit für Interessierte, sich mit grundlegenden Argumenten und Alternativen der globalisierungskritischen Bewegung vertraut zu machen, erklärt Attac Deutschland. Die Globalisierungskritiker kommen alljährlich in einer anderen Stadt vier bis fünf Sommertage lang zusammen. Und alle drei Jahre verlässt die Sommerakademie die nationalen Grenzen und wird zur Europäischen Sommeruniversität des europäischen Attac-Netzwerkes, um Attac-Aktionen und -Kampagnen international aufeinander abzustimmen.

In diesem Jahr steht die Sommerakademie unter dem Motto „Was? – Wissen, Aktion, Strategie für eine solidarische Welt“. Vom 5. bis 9. August treffen sich „Attacies“ und  Interessierte in Marburg, um darüber zu beraten, wie globale Armut, Umweltzerstörung und Wirtschaftssystem zusammenhängen, wie man dagegen aktiv werden könne und welche Lösungsstrategien und Alternativen für eine solidarische Welt entwickelt werden könnten. So findet eine Podiumsveranstaltung zum Thema  „Wachstum als Versprechen?“ mit Sabine Reiner  von Verdi, Brigitte Kratzwald (Attac) und Dr. Alexander Schumann, Chefvolkswirt des Deutschen Industrie- und Handelskammertages statt.

Betrachte man die Schulden- und Finanzkrise, die größer werdende Kluft zwischen Arm und Reich oder den Klimawandel, dann stellt sich die Frage: Trägt Wachstum zur Lösung dieser heftigen und existenziellen gesellschaftlichen Krisenphänomene bei oder ist die immer noch verbreitete Fixierung auf Wachstum nicht vielmehr Hauptursache?, heißt es in der Ankündigung. Auch dieser Frage gehen die Teilnehmer nach.

Ein Forum widmet sich dem Thema „Austeritätspolitik in der EU“, Harald Schumann, Journalist des Tagesspiegels und der Bundestagsabgeordnete Sören Bartol (SPD) werden mit diskutieren. Poetry-Slam, Konzerte, Party, Filme, Lesungen: Auch das steht auf dem Programm. Namhafte Referenten wie  die Professoren Elmar Altvater oder Frank Deppe bieten ebenfalls Vorträge und Seminare an. Gäste aus Griechenland und vermutlich Spanien werden ebenso erwartet. Das Programm ist lang und vielfältig.

  • Mehr Informationen  zu Preisen und Anmeldungen, die bis zum 15. Juli erbeten werden, unter www.attac.de/soak

von Anna Ntemiris

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