Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 4 ° Regen

Navigation:
Asta befürchtet chaotische Verhältnisse

Philipps-Universität Asta befürchtet chaotische Verhältnisse

Heute startet das Sommersemester an der Philipps-Universität: 22.766 Studierende nehmen ihr Studium auf.

Voriger Artikel
Drei Runden als Affe im Beiwagen
Nächster Artikel
Bunte Zeichen gegen soziale Ungerechtigkeit

Der Semesterstart sorgt im Lahntal für mehr Bewegung, wie hier bei diesen Studierenden, die auf der Luisa-Haeuser-Brücke über die Lahn laufen. Foto: Thorsten Richter

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Im Sommersemester sind üblicherweise etwas weniger Studierende an der Marburger Universität eingeschrieben als im Wintersemester. Denn das Gros der Studienanfänger fängt normalerweise im Oktober an, zu studieren. Vor diesem Hintergrund kündet die aktuelle Zahl, die die OP auf Anfrage aus der Marburger Uni-Pressestelle erfuhr, von einem erneuten Studierendenansturm. Bis zum Freitag vergangener Woche waren nach Auskunft aus dem Studierendensekretariat schon 22766 Studierende eingeschrieben. Und diese Zahl könnte sich noch um einige Hundert erhöhen, denn der letztmögliche Stichtag für Einschreibungen ist der 15. Mai, erläuterte Dr. Gabriele Neumann von der Uni-Pressestelle.

450 Studienanfänger mehr als im Vorjahr

Die bereits jetzt erreichte Zahl liegt schon um mehr als 1.000 über der Marke aus dem Sommersemester vor einem Jahr (21.707) und rückt nahe heran an das Allzeithoch von 23197 Studierenden aus dem zurückliegenden Wintersemester 2012/2013. Es wurden 2012 Erstsemester verzeichnet, das sind noch einmal knapp 450 Studienanfänger mehr als vor einem Jahr. Die Ausländerquote ist angestiegen: 2.245 der Philipps-Universität (12,4 Prozent) kommen mittlerweile nicht aus Deutschland, was auch ein Beleg für den Erfolg der Internationalisierungsstrategie der Hochschulleitung ist.

Die Uni-Verantwortlichen sind auf den Studentenansturm vorbereitet, der unter anderem daran liegt, dass aus mehreren Bundesländern die Abiturienten der doppelten Abitur-Jahrgänge jetzt zu Tausenden an die Universitäten zum Studieren kommen.

In den zurückliegenden Senatssitzungen hatte die Marburger Uni-Präsidentin Professorin Katharina Krause mehrmals über die mittelfristigen Vorbereitungen der Uni-Spitze auf den „Studentenberg“ berichtet.

So werden in mehreren Fachbereichen zusätzliche Professuren eingerichtet. Allerdings stößt die Kapazität der Hörsäle für die Bewältigung des akademischen Lehrbetriebs allmählich an ihre Grenzen.

Räumgröße reicht nicht aus

Anne-Kathrin Gabrikowski vom Vorstand des Allgemeinen Studierendenausschusses (Asta) befürchtet daher vor allem für das Wintersemester chaotische Verhältnisse im Studienalltag. So gebe es jetzt schon Berichte über Seminare mit 80 Teilnehmern in Räumen, die nur Platz für bis zu 30 Studierende bieten.

„Wir haben Angst vor dem Wintersemester. Das wird nicht schön“, sagt die Studierendenvertreterin. Besonders ihre Kommilitonen in den Geistes- und Sozialwissenschaften könnten davon betroffen sein, warnt sie. Überfüllte Seminare könnten aus Asta-Sicht für noch schlechtere Studienbedingungen sorgen.

Dabei schiebt sie ausdrücklich nicht der Uni-Leitung die Verantwortung für die aus ihrer Sicht unhaltbaren Zustände zu. „Das Präsidium bemüht, sich etwas zu ändern. Man versucht zu retten, was zu retten ist“, sagt Gabrikowski. Doch die Uni-Leitung müsse mit der Finanzierung zurechtkommen, die sie bekomme.

von Manfred Hitzeroth

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr