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"Ariadne" hilft ausländischen Studenten

Uni Marburg "Ariadne" hilft ausländischen Studenten

Mit 420 000 Euro wird das Uni-Projekt „Ariadne“ bis Mitte 2018 gefördert, teilte das Wissenschaftsministerium mit.

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Petra Kienle (links), Leiterin des Dezernats für Internationale Angelegenheiten, und Carmen Fels sind verantwortlich für das Projekt „Ariadne“.

Quelle: Manfred Hitzeroth

Marburg. Die rund 3400 ausländischen Studierenden der Philipps-Universität Marburg sollen künftig noch intensiver betreut und gefördert werden. Zudem soll ein Studium in Marburg für ausländische Studieninteressierte durch spezielle Integrations- und Studieneinstiegsprogramme noch attraktiver werden. Das ist das Ziel des vom „International Office“ der Marburger Universität konzipierten Projekts „Ariadne“.

Gefördert wird das Projekt mit 420.000 Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds - und zwar eingebettet in das Programm „Offene Hochschulen - Potenziale nutzen, Übergänge gut vorbereiten“ des hessischen Wissenschaftsministeriums.

Den Namen „Ariadne“ erhielt das Programm auch in Anlehnung an die klassische Figur aus der Antike, die mit Hilfe eines langen Fadens dazu beitrug, die Sagenkreatur Minotaurus aus dem labyrinthartig verschachtelten Palast von Knossos zu lotsen. Ebenso soll das Hochschul-Projekt dazu dienen, die Studierenden aus dem Ausland durch den komplizierten Studienalltag an der Marburger Universität zu führen.

Deutsche Studenten betreuen ausländische Studenten

Die Zielgruppe des Programms, das an das Vorgänger-Projekt „Marmento“ anschließt, sind nicht nur Studierende mit Migrationshintergrund oder studierwillige Flüchtlinge, sondern prinzipiell alle ausländischen Studierenden, erläutert Carmen Fels vom „International Office“, die das Projekt organisiert, im Gespräch mit der OP.

Die Hilfestellungen, die diese benötigen, beziehen sich unter anderem auf einen leichteren Umgang mit den ganz konkreten Studienbedingungen, wie beispielsweise in Studien- oder Prüfungsordnungen festgehalten sind. Aber es geht auch darum, fachspezifische Hilfe für den Erwerb der Deutschkenntnisse zu bieten.

Zentraler Bestandteil von „Ariadne“ ist es, dass deutsche Studierende mit eingebunden werden in die Betreuung. Sie werden aus diesem Anlass auch in Workshops besonders geschult und erhalten für ihre Hilfestellung auch spezielle Zertifikate. Das Marburger Projekt besteht aus drei Teilprojekten. Ein übergreifendes Ziel des „Ariadne“-Projektes ist es, die Studienabbruchquote der ausländischen Studierenden zu senken, die mit mehr als 40 Prozent deutlich über der Abbruchquote der deutschen Kommilitonen liegt.

  • Im ersten Teilprojekt „International Campus Team“ geht es um die gesellschaftliche Integration ausländischer Studierender in Marburg. So soll der Kontakt mit deutschen Studierenden und der Marburger Bevölkerung intensiviert werden. Die „Campus Teams“ entwickeln außerdem kulturübergreifende Projekte und Freizeitangebote.
  • Das zweite Teilprojekt „Treffpunkt Studium und Sprache“ setzt auf die gezielte Förderung des Erwerbs fachsprachlicher Deutschkenntnisse. Das soll beispielsweise über berufsspezifische Beratungs- und Betreuungsangebote geschehen. So gibt es zum Beispiel Workshops unter dem Motto „Wie schreibe ich eine wissenschaftliche Arbeit?“ Wichtig ist die Hilfe bei den Deutschkenntnissen auch, weil diese eine zentrale Rolle für eine gute Bewältigung des Studiums spielen.
  • „Perspektive und Erfolg“: So lautet der Titel des dritten Teilprojekts. Darin sollen ausländische Studierende gezielt in der Studienabschlussphase und beim Übergang in den Arbeitsmarkt gefördert werden. Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem berufsspezifische Beratungs- und Betreuungsangebote. So soll an der Marburger Universität wieder ein „International Career Day“ angeboten werden.

von Manfred Hitzeroth

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