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Arbeiten auf und unter der Erde

Sanierung der Marburger Straße Arbeiten auf und unter der Erde

Die Pläne für die grundhafte Erneuerung der maroden Straße lagen schon längere Zeit in der Schublade. Der jetzt erteilte Förderbescheid des Landes Hessen hat den Startschuss für die Umsetzung des Projekts gegeben.

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Nicht nur die Fahrbahndecke der Marburger Straße soll erneuert werden. Es gibt eine grundlegende Neugestaltung. Und auch Versorgungsleitungen wie Abwasserkanäle werden erneuert.

Quelle: Tobias Hirsch

Cappel. Anfang August, also in den Sommerferien, soll die erste Bauphase in Angriff genommen werden. Sie betrifft den Abschnitt zwischen Schubertstraße und Paul-Natorp-Straße.

Bis Mai kommenden Jahres müssen also die Anwohner dort mit Einschränkungen leben, teilten Bürgermeister und Baudezernent Dr. Franz Kahle (Grüne), Baudirektor Jürgen Rausch und Cappels Ortsvorsteher Heinz Wahlers (SPD) am Freitagnachmittag bei der Präsentation der Baupläne mit. Danach werde weiter bis zur Moischter Straße gebaut.  Und in zweieinhalb Jahren dürfen sich die Cappeler dann über eine nicht nur oberirdisch sanierte Straße freuen.

Da auch die Stadtwerke mit im Boot sind, werden gleichzeitig Versorgungsleitungen mit erneuert. Wahlers hebt hervor, dass die Stadtwerke die Abwasserkanäle erheblich vergrößern werden. So sollen die Probleme behoben werden, die es rund um die Erich-Kästner-Schule in der Vergangenheit bei Starkregen gegeben hatte.

Kahle rechnet mit reibungslosem Ablauf

An Kosten für das ganze Projekt sind laut Kahle rund fünf Millionen Euro veranschlagt worden. Am Anteil der Stadt beteilige sich das Land Hessen mit 50 Prozent. Im Wesentlichen wird der Bauplan umgesetzt, der bereits vor drei Jahren den Cappelern auf einer Bürgerversammlung vorgestellt worden war.

„Wir haben in der Vergangenheit zahlreiche große Straßenbaustellen bewältigt“, betont Kahle. Und ist sich deshalb sicher, dass aufgrund der dabei gewonnenen Erfahrungen die Sanierung der Marburger Straße weitgehend reibungslos vonstattengehen wird. In die Planungen eingeflossen seien Vorschläge von Radverkehrsbeirat, Behindertenbeirat, ortsansässigen Geschäftsleuten und nicht zuletzt dem Ortsbeirat, ergänzt Rausch.

Mit den Anwohnern solle auch während der Bauzeit Kontakt gepflegt werden, kündigt Kahle an: „Es wird eine regelmäßige Abstimmung zwischen Baufirmen und Anwohnern geben.“ Die dürfen als Anlieger auch während der Bauphasen die Marburger Straße befahren. Aber der Durchgangsverkehr wird umgeleitet über die Umgehungsstraße und „Zur Aue“. Das betrifft auch die Stadtbuslinien 2 und 3.

Provisorischer Wendeplatz und zusätzliche Parkplätze

Wahlers betont: „Mir ist bei den Besprechungen im Vorfeld klar geworden, dass alle am Umbau beteiligten Institutionen die Erreichbarkeit der Marburger Straße während der Bauphasen gewährleisten wollen.“ So würden zum Beispiel an der Einmündung der Paul-Natorp-Straße ein provisorischer Wendeplatz samt Parkplätzen eingerichtet, um die Zufahrt zu den ortsansässigen Geschäften und Praxen zu erleichtern.

Ein besonders sensibles Gebiet ist die Einmündung der Schubertstraße. Dort sollen laut Rausch die Bauarbeiten möglichst zügig abgeschlossen werden, damit zum Beispiel das Dialysezentrum aus Richtung Marburger Straße wieder uneingeschränkt erreichbar ist.

Im Mai wollen die Verantwortlichen den Bau-Ablauf bei einer Bürgerversammlung vorstellen – der genaue Termin steht noch nicht fest. Bis dahin soll laut Kahle auch errechnet werden, wie hoch die finanziellen Belastungen für die Anwohner sein werden.

von Michael Arndt

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