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Aquamar setzt auf Chip statt Thermokarte

Badespaß Aquamar setzt auf Chip statt Thermokarte

Um einen reibungslosen Ablauf bei der Anmeldung und Bezahlung an der Kasse zu garantieren, änderte das Aquamar sein System. Im September wird das Bad kurzzeitig geschlossen.

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Einfacher und schneller: Rolf Klinge, Fachdienstleiter der Abteilung „Städtischen Bäder“, zeigt, wie die neue Registrierung mit dem Chipband an den Drehkreuzen mit Scanner funktioniert.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Schlüssel am Handgelenk und Thermokarten haben ausgedient: Die Badegäste des Aquamars können dank einer Umstellung des Kassensystems nun komfortable Chipbänder benutzen, um ins Hallenbad zu gelangen. Außerdem dienen die Chips auch zum Benutzen der Schränke. Einfacher, schneller und bequemer soll dieses System sein.

„Wir waren mit unserem alten System nicht mehr zufrieden. Die Kassenanlage war anfällig und ist oft ausgefallen. Zudem kam es oft vor, dass Badegäste Schlüssel verloren haben, was mit hohen Kosten verbunden war, damit die Schlüssel wieder aufgetrieben werden“, sagt Rolf Klinge, Fachdienstleiter der Städtischen Bäder.

Einfachere Bezahlung und leichtere Handhabung

Deswegen wurde ein neues Schlüsselsystem eingeführt, das zudem die Bezahlung vereinfachen soll. Hatte man vorher eine Karte und einen separaten Schlüssel benutzt, um in das Bad zu kommen, bekommen Badegäste nun an der Kasse ein Chipband, welches sie an den neuen Drehkreuzen mit Scan-Funktion zum Einlass benutzen. Dieses Chipband ist ebenfalls zum Öffnen und Schließen der Schränke im Hallenbad erforderlich.

„Wir haben auch eine optische Trennung vorgenommen. Gäste, die nur das Hallenbad benutzen möchten, bekommen ein schwarzes Band. Besucher, die außerdem noch die Sauna nutzen möchten, erhalten ein gelbes Band. Außerdem ist das Band angenehmer zu tragen, da es nicht mehr aus Stoff ist und zudem keinen Schlüssel mehr hat“, erklärt Klinge. Das neue Kassensystem ermöglicht zudem eine Aufbuchung, sodass Gäste, wenn sie zunächst nur die Badeanlagen nutzen möchten, auch noch während ihres Besuchs den Saunabereich mit buchen können, der später bei der Zahlung einfach dazugerechnet wird.

Ebenfalls ist ein Kombiticket erhältlich, womit man mit dem neuen Chipband den Hallen- und den Freibadbereich nutzen kann. Für Badegäste, die nur ins Freibad gehen möchten, ist die Nutzung des Chipbands leider noch nicht möglich, da eine Bereitstellung der neuen Chipbänder für so viele Badegäste nicht umsetzbar war. Für den Freibadbereich sind weiterhin die Thermokarten zu nutzen.

Das neue Kassensystem, die Drehkreuze und eine komplett neue Verkabelung ergab eine Rechnung von 145 000 Euro. Die Badegäste sind allerdings sehr zufrieden mit der neuen Kassenanlage.

„Die neuen elektronischen Chips sind besser als die alten Karten. Man kann schneller durchgehen, und auch die Benutzung der Schränke funktioniert besser“, sagt Marcin Werner. „Es ist gut, einfacher und schneller. Auch vom Material her lassen sich die neuen Bänder besser umbinden“, meint Luca Waldmann.

Zukünftig Chipbezahlung im Gastronomiebereich

In Zukunft sollen die Chipbänder auch zur Bezahlung im Gastronomiebereich verwendet werden. „Dieser ist aber verpachtet und nicht in der Hand der Stadt Marburg. Der Pächter muss dafür noch sein Einverständnis geben“, sagt Klinge. Bislang muss dort noch bar bezahlt werden.

  • Vom 16. bis 27. September bleibt das Aquamar aufgrund einer Umstellung der Desinfektion von Elektrolyse auf Chlorgas geschlossen. In dieser Zeit ist keine Wasseraufbereitung möglich. „Eine solche Reinigung war aber vorgesehen. Leider war die Umstellung während des normalen Badebetriebs nicht möglich“, erklärt Klinge.

von Matthias Weber

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