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Appetitlosigkeit ist ein Alarmsignal

Grippe Appetitlosigkeit ist ein Alarmsignal

Überall das gleiche Bild: rote, triefende Nasen und unterdrückte Huster. Krankheiten sind in der kalten Jahreszeit an der Tagesordnung. Für die Grippesaison beantworten wir die häufigsten Fragen.

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Quelle: jeger / pixelio.de

Marburg. Hat es einen erst mal erwischt, stellt sich die Frage: Muss ich zum Arzt oder schaffe ich es auch allein? Die Antwort auf diese Frage ergibt sich daraus, ob man sich mit einer Grippe (Influenza) angesteckt hat oder einfach nur unter einer schnöden Erkältung leidet.

Aber worin unterscheidet sich die Influenza vom normalen Schnupfen? Beide Krankheiten sind sich tatsächlich ziemlich ähnlich. Triefende Nasen und Kopfschmerzen sind typische Indikatoren. Eine Grippe zeichnet sich im Gegensatz zur normalen Erkältung durch einen plötzlichen Ausbruch der Krankheit aus.

Mattigkeit durch Erkältung oder Alltagsbelastung?

Doch bei dem Stress in Schule oder Berufsleben ist es schwer, zu unterscheiden, ob die allgemeine Mattigkeit einer schleichenden Erkältung oder dem normalen Alltags-Wahnsinn entspringt. Die Webseite Gesundheitsinformation.de, betrieben vom Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, erklärt, dass der Appetit einen sicheren Indikator zur Unterscheidung zwischen Grippe und normaler Erkältung bietet. Ein Schnupfen reicht nicht aus, die Lust am Essen zu verleiden, dazu ist schon eine richtige Grippe nötig.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) vermeldet bereits seit Dezember 2012 steigende Infektionszahlen. Die Pressesprecherin des RKI, Susanne Glasmacher, bestätigte die frühe Grippewelle, aber der frühe Beginn liege noch im Rahmen der Schwankungsbreite. Über die Intensität der Grippewelle möchte sie keine Spekulationen treffen: „Eine wissenschaftlich fundierte Einordnung der Schwere einer Grippewelle ist tatsächlich erst nach einer Welle möglich.“

Verbindung zwischen Suche im Web und Grippewelle?

Auch Google glaubt an steigende Zahlen der Grippefälle in Deutschland: Die Internetfirma behauptet, eine Verbindung zwischen dem Anstieg der Web-Suche nach dem Wort „Grippe“ und der Anzahl der gegenwärtig Grippe-Erkrankten herstellen zu können. Wobei der Suchbegriff auch mit dem Informationsbedürfnis vieler Internetnutzer über das Angebot der Prophylaxe durch Grippeschutzimpfungen zusammenhängen kann.

Wer sollte sich impfen lassen und wann ist der richtige Zeitpunkt dafür? Eine Impfung empfiehlt Glasmacher vom Robert-Koch-Institut, besonders für Schwangere, ältere Menschen ab 60 Jahren und chronisch Kranke. Zwar helfe häufiges Händewaschen auch, jedoch sei die Impfung noch immer die zuverlässigste Methode. Nach der Impfung dauert es laut Paul-Ehrlich-Institut knapp zwei Wochen, bis der Impfschutz vollständig vorhanden ist. Für einen rechtzeitigen Schutz empfiehlt das Institut, sich bereits im späten Herbst impfen zu lassen. Wer eine Impfung zu diesem Zeitpunkt versäumt hat, kann diese jedoch immer noch im Verlauf der Saison nachholen. Es sei schließlich nie genau vorhersagbar, wie lange eine Grippewelle andauert.

Bisher 14 Grippe-Fälle im Landkreis

Eine Grippewelle ist bisher im Landkreis noch nicht angekommen. Zwar gab es im Januar zehn und im Februar bisher vier bestätigte Fälle der Influenza-Grippe. Ein Anstieg ist dabei aber nicht zu erkennen. „Diese Zahlen sind für die Jahreszeit absolut normal und im Rahmen“, sagten sowohl Stephan Schienbein, Pressesprecher des Landkreis als auch Susanne Glasmacher vom Robert-Koch-Institut.

von Svenja Stein

Hintergrund

Krank werden lohnt sich – zumindest beim Robert-Koch-Institut, welches seit 2011 das erste „Mitmach-Webportal“ für Grippe-Erkrankte betreibt. Das Portal nennt sich „GrippeWeb“ und verwendet Informationen aus der Bevölkerung, um den Verlauf der Infektionen nachzuvollziehen. Die Teilnehmer sammeln während der gesamten Grippesaison Punkte für ihre Beiträge und am Ende der Saison werden Notebooks und mobile Mediaplayer verlost. Anmelde-Voraussetzung ist lediglich eine Grippe.

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