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Apfelpfad im "Heiligen Grund" bietet 108 alte Sorten

Neue Infotafeln Apfelpfad im "Heiligen Grund" bietet 108 alte Sorten

Es ist abgelegen und ruhig im „Heiligen Grund“, das Gelände zwischen der Fußwegverbindung der Stadtwaldsiedlung und Alt-Ockershausen.

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Die Infotafel zum Puntschapfel.Foto: Heinz-Dieter Henkel

Marburg. Früher standen dort die Kirschbäume, deren Früchte von den Einheimischen auf Wochenmärkten bis in den Raum Frankfurt hinein verkauft wurden. Insektenbefall setzte diesem einträglichen Geschäft ein Ende. Und so stiegen die Eigentümer der kleinräumigen Parzellen vermehrt auf den Anbau von Apfelbäumen um. Seit 20 Jahren ist der Pomologe (Obstbaukundler) Dr. Norbert Clement mit viel ehrenamtlichem Engagement im Auftrag der Stadt dabei, alte Apfelsorten im „Heiligen Grund“ anzupflanzen und sie damit der Nachwelt zu erhalten. Aus bescheidenen Anfängen hat sich im Laufe der Jahre eine stolze Sammlung von inzwischen 108 unterschiedlichen Apfelsorten aus ganz Deutschland und dem angrenzenden Ausland entwickelt.

In einem weiteren Schritt wurden jetzt die Bäume des Apfelpfads mit Infotafeln versehen. Bei der offiziellen Übergabe durch Bürgermeister Dr. Franz Kahle lobte dieser die tolle Zusammenarbeit des Fachbereichs „Stadtgrün, Klima- und Naturschutz“, der Unteren Naturschutzbehörde der Universitätsstadt, dem Bund für Naturschutz Deutschland, dem Naturschutzbund und der Jugendkonflikthilfe, die mit Bürgerarbeitsplätzen für die Pflege der neuen Apfelbäume zuständig ist. Die Info-Tafeln wurden durch den Fachdienst Stadtplanung - soziale Stadtentwicklung mit 10000 Euro finanziert und in Kooperation mit der „Marburger Produktionsschule“ hergestellt, womit ein weiterer sozialer Träger an diesem Projekt beteiligt ist.

Clement berichtete über den Aufbau und die zu bewältigenden Hindernisse der in Deutschland einzigartigen Apfelsortensammlung. Im Laden gebe es lediglich etwa 30 Apfelsorten zu kaufen. Er gab detaillierte Informationen über die unterschiedlichen Sorten. Beispielsweise spreche der ursprünglich aus Tschechien stammende „Puntschapfel“ alleine durch seinen Namen über seine bevorzugte Verwendung.

„Obstanbau ist Generationensache“, schloss Clement und wies auf noch leere, aber bereits vorbereitete Apfelbaumstandorte hin.

von Heinz-Dieter Henkel

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