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Anwohner-BI kritisiert Ortsbeirats-Beschluss

Reaktion Anwohner-BI kritisiert Ortsbeirats-Beschluss

Das Gerangel um die Zukunft des möglichen Baugebiets „Auf der Eich“ geht weiter. Eine Bürgerinitiative, die gegen die Entstehung eines Wohngebiets kämpft, wirft dem Eigentümer „Verschleppung“ vor.

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Streitpunkt: Fachwerk-Denkmal in der Marbach.

Quelle: Nadine Weigel

Marbach. Ja zur Magistrats-Vorlage, nein zum Ortsbeirats-Votum: Die Bürgerinitiative gegen eine Bebauung „Auf der Eich“ spricht sich einem Mitglied zufolge weiterhin gegen eine Bebauung aus und freut sich über die aktuelle Beschlussvorlage des Magistrats. Dieser Plan sieht vor, das Grundstück - entgegen zuvor gefallenen Entscheidungen - nicht mehr als Baugebiet zuzulassen.

Diese Idee stieß zuletzt im Ortsbeirat jedoch auf Widerstand: Die in der Vergangenheit gefassten Beschlüsse des Ortsbeirats, wonach die Bebauung im Stadtteil weitergehen solle, besitzen „weiterhin Gültigkeit und wir unterstützen den Wunsch nach mehr Bauplatz“, sagte Ortsvorsteher Ulrich Rausch während der vergangenen Sitzung. Das Gremium gebe die künftige Entwicklung nun aber aufgrund der Fachkenntnis an den Magistrat ab (die OP berichtete).

In einem Brief an die Stadtspitze und den Ortsvorsteher kritisiert die Anwohner-Bürgerinitiative die jüngste Entwicklung. Es existiere eine „breite Ablehnung in der Bevölkerung“ bezüglich der Bebauung des Grundstücks. 170 Unterschriften gegen die Pläne seien bereits gesammelt worden, erinnert ein Sprecher. Seit Jahrzehnten komme das Gremium dem als verschuldet geltenden Grundstücksbesitzer (dem auch das bei einem Brandanschlag stark beschädigte Fachwerk-Denkmal in der Brunnenstraße gehört) „aus sozialen Gründen wiederholt entgegen“, doch der Effekt sei stets derselbe gewesen: Dessen Not wurde immer größer, „grundsätzliche Problemlösungen wurden verschleppt“. Das drohe nun abermals, zumal das Geld, dass durch eine mögliche Bebauung „Auf der Eich“ erlöst werden könne, nicht - wie vom Eigentümer in Aussicht gestellt - in die Sanierung des Brunnenstraßen-Hauses investiert, sondern auf Konten von Gläubigern überwiesen werde. Somit würde das Fachwerk-Denkmal zu einem „Dauer-Ärgernis in der Marbach“.

von Björn Wisker

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