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Anti-Atomkraft-Demo am Montag

Demonstration Anti-Atomkraft-Demo am Montag

Für Montagabend hat das Anti-Atom-Plenum Marburg zu einem weiteren Montagsspaziergang gegen Atomkraft aufgerufen. Aber wo sind in Marburg Aufkleber oder Fahnen erhältlich, um auch optisch seinem Protest Ausdruck zu verleihen?

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Die Anti-Atomkraft-Aufkleber und Buttons sind im Trend, aber nicht überall erhältlich.

Quelle: Foto: Sonja Lecher

Marburg. Das Demonstrieren gegen Atomkraft hat anlässlich der jüngsten Ereignisse in Japan zu neuer Popularität gefunden. Über 1.000 Bürger nahmen am vergangenen Montag an der Marburger Demonstration gegen Atomkraft teil. Ausgestattet mit dem bekannten Logo „Atomkraft? Nein Danke“, das auf Aufklebern, Stickern, Buttons, Klebe-Tattoos und Fahnen prangte, zogen die Demonstranten durch Marburg. Aber auch neben der Teilnahme an den Demonstrationen zeigen viele Bürger, dass sie Atomkraft ablehnen. So sind beispielsweise auf Autos inzwischen wieder vermehrt die Anti-Atomkraft-Sticker mit der lachenden roten Sonne zu finden.

Wo sind diese in Marburg erhältlich? Erste Anlaufstelle: Die Geschäftsstelle der Marburger Grünen in der Frankfurter Straße. Wie erwartet, liegen im Schaufenster Stapel von kleinen runden Ansteckern und Aufklebern verschiedener Größen mit dem Anti-Atomkraft-Slogan. Logo-Fahnen? Nein, die seien in der Geschäftsstelle nicht erhältlich, sagen die Mitarbeiter. Aber immerhin: Mit ein paar Aufklebern und Ansteckern geht die Suche weiter.

Auch in der Buchhandlung Roter Stern, Am Grün, liegen in einem Kasten neben der Ladentheke einige „Atomkraft? Nein Danke“-Aufkleber. „Seit den Vorfällen in Japan ist wieder eine verstärkte Nachfrage nach den Aufklebern“, sagt Buchladen-Mitarbeiterin Jutta Kraußmann. „Wir haben auch schon wieder welche nachbestellt.“ Eine größere Nachfrage nach Literatur über Ökologie oder Atomkraft habe sie in den vergangenen Tagen aber nicht festgestellt, sagt Kraußmann.

Im „Histo-Bistro“ der Fachschaft Geschichte in der Philosophischen Fakultät zieren die Aufkleber sogar die Laptops der Studierenden. „Wir habe aber keine mehr übrig“, entschuldigen die Studierenden, die dort gerade eine Pause einlegen. Aber vielleicht gebe es welche beim AStA, lautet deren Rat. Vor dem Büro des Allgemeinen Studierenden-Ausschusses der Uni Marburg liegen Info-Magazine von Greenpeace und www.ausgestrahlt.de, aber keine Aufkleber. Auch sonst gibt es keine weiteren Anlaufstellen, an denen Aufkleber oder ähnliches zu bekommen sind.

Und woher bezieht das Marburger Anti-Atom-Plenum seine Demonstrations-Ausstattung? „Wir beziehen unsere Fahnen und Aufkleber über den Webshop von www.ausgestrahlt.de“, sagt Susanne Schönau vom Anti-Atom-Plenum Marburg. Der Internetshop ist ein Angebot der Mitmach-Kampagne des Hamburger Vereins „ausgestrahlt“. „Die Nachfrage im Shop ist so hoch, dass dort auch gerade ein Engpass ist“, ergänzt Schönau. „Wir erhalten enorm viele Bestellungen, mit denen wir bis vor wenigen Tagen nicht gerechnet haben. Viele Artikel sind ausverkauft. Wir lassen nachproduzieren“, heißt es auf der Internetseite von „ausgestrahlt“.
Dort sind neben Fahnen und Aufklebern auch Stempel, T-Shirts, große Transparente und sogar Cappuccino-Schablonen mit dem Slogan erhältlich.

Das Anti-Atom-Plenum wird heute, 21. März, um 18 Uhr auf dem Elisabeth-Blochmann-Platz in Marburg eine Mahnwache mit anschließender Demonstration und Kundgebung auf dem Marktplatz veranstalten. Die Route des Demonstrationszuges geht über die Weidenhäuser Brücke und Rudolphsplatz zum Lahntor, Hirschberg, Reitgasse, Marktgasse zum Marktplatz. Dort findet dann eine Kundgebung statt. Dann geht der Weg weiter über die Barfüßerstraße, Am Plan, Obere Gutenbergstraße, Universitätsstraße, Rudolphsplatz, Weidenhäuser Brücke bis zum Elisabeth-Blochmann-Platz zurück.

Zu den bundesweiten Großdemonstrationen am Samstag, 26. März wird das Anti-Atom-Plenum Marburg Busse organisieren.

von Sonja Lecher

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