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Ansturm auf die Uni bleibt ungebrochen

Philipps-Universität Ansturm auf die Uni bleibt ungebrochen

Am Montag startet das Sommersemester: Mehr als 25000 Studierende sind an der Marburger Hochschule eingeschrieben.

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Der Studienbetrieb in den Hörsälen der Marburger Universität geht heute wieder los, wie hier auf unserem Bild aus dem vergangenen Wintersemester, das Professor Heinz Jänsch bei einer Vorlesung im Physik-Hörsaal zeigt.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Der Frühling ist endlich da, aber die Ferien sind zu Ende. Nicht nur die zweiwöchigen Osterferien sind ab Montag beendet, sondern auch die etwas länger währenden Semesterferien sind vorbei. Das bedeutet, dass in den Hörsälen und Seminarräumen der Universität ab Montag wieder Hochbetrieb herrscht. Nicht nur die Studierenden, sondern auch Professoren und Mitarbeiter der Philipps-Universität sind wieder im Studienalltag angekommen. Noch können sich die Zahlen in der Studierenden­statistik leicht nach oben verschieben. Aber jetzt schon liegt die aktuelle Zahl der Studierenden mit 25500 sehr hoch, und damit um rund 500 höher als im Vorjahr. Dies teilte Uni-Vizepräsident Professor Harald Lachnit der OP auf Anfrage mit.

Zweite Welle der G8-Abiturienten

Fast 2000 reine Erstsemester, die zum ersten Mal ein Hochschulstudium aufnehmen, kann die Universität bisher vermelden. Und diese Zahl ist gegenüber dem Sommersemester vor einem Jahr nahezu unverändert. Weil Studierende aus den zahlenmäßig besonders starken Jahrgängen erst in den vergangenen zwei Jahren an die Uni gekommen sind und somit die Hochschule noch nicht verlassen haben, ist aber insgesamt die Studierendenzahl noch leicht ansteigend. Denn die derzeitigen Studienabgänger stammen aus zahlenmäßig schwächeren Jahrgängen.

„Die unverändert hohe Anzahl der Erstsemester liegt wohl daran, dass auch noch die zweite Welle der Abiturienten aus den G8-Jahrgängen aus Hessen und Nordrhein-Westfalen an die Hochschule kommt“, vermutet Vizepräsident Lachnit.

Lachnit rechnet mit stabil hohen Studierendenzahlen

Insgesamt prognostiziert er aber für die kommenden Jahre, dass die Gesamt-Studierendenzahlen nicht mehr weiter wachsen werden, sondern auf dem derzeitigen „Hochplateau“ bleiben werden. „Wir sind darauf mit immer besseren Lehrkapazitäten ausgerichtet“, verspricht Lachnit. Ziel der Universitätsleitung ist es, allen Studierenden möglichst gute Studienbedingungen zu bieten. Dafür sei die Philipps-Universität derzeit „strukturell gut aufgestellt“, meint Lachnit. Wie im Bundestrend sind auch an der Marburger Universität immer mehr Frauen eingeschrieben. Aktuell sind 55,9 Prozent der Studierenden weiblich, und es gibt nur noch 44,1 Prozent männliche Studierende. Ein klein wenig Sorge bereitet eine andere Zahl dem für Studium und Lehre zuständigen Vizepräsidenten: Nur noch 9,3 Prozent der Marburger Studierenden kommen aus dem Ausland, und diese Zahl ist leicht rückläufig. Möglicherweise seien dafür die höheren Sprachanforderungen an ­Ausländer in mehreren Fächern verantwortlich, erläuterte Lachnit. Diese Entwicklung solle besonders angesichts der Internationalisierungsstrategie der Uni-Leitung genau beobachtet werden.

von Manfred Hitzeroth

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