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Ansporn für junge Naturwissenschaftler

Neue Räume im Philippinum Ansporn für junge Naturwissenschaftler

Smart- und Wideboards, Aquarien und Vivarien in den Wänden füllen jetzt den naturwissenschaftlichen Fachtrakt des Philippinums und ermöglichen einen qualifizierten Unterrichtsalltag.

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Mehrere Aquarien und Vivarien füllen neuerdings die Zwischenwände in den Biologie-Räumen.

Quelle: Ina Tannert

Marburg. Nach mehr als vier Jahren Bauzeit glänzen Außenhülle und Innenbereich des sanierten Traktes mit moderner Ausstattung. Am Mittwoch feierten Schule und Schulträger Einweihung. Mehr als 60 Gäste aus Politik, Schulverwaltung, der beteiligten Fachbereiche und zahlreiche Schüler nahmen an der Feier teil.

Insgesamt viereinhalb Millionen Euro verschlang das umfangreiche Bauprojekt. „Das Geld ist gut angelegt, die Kosten haben sich gelohnt“, sagte Stadträtin Dr. Kerstin Weinbach (SPD) während der Einweihungszeremonie und hob die langfristigen Vorteile der Investition hervor. Die moderne Ausstattung der Räume schaffe nicht nur die Voraussetzungen für einen guten naturwissenschaftlichen Unterricht, sondern biete auch ausreichend Ansporn für die jungen, dringend benötigten Naturwissenschaftler von morgen.

Der naturwissenschaftliche Bereich sei nun mehr als gut und stark vertreten und ermögliche einen qualifizierten Unterricht, dankte Schulleiter Wolf-Dieter Stein dem Schulträger.

Während eines ausgiebigen Rundganges besuchten die Gäste die neuen Räume auf drei sanierten, farblich gestalteten Ebenen. Grün für die Biologie, Blau für die Physik und Rot für die Chemie weisen nun auf den jeweiligen Fachbereich hin.

Innerhalb der vierjährigen Bauzeit wurde neben einer umfangreichen Beton- und Innenraumsanierung samt neuen Bodenbelägen auf allen Etagen die komplette Beleuchtung und Technik erneuert. Sämtliche teils veralteten Fachräume wurden zudem mit modernem Gerät ausgestattet und an aktuelle Unterrichtsformen angepasst. Alle naturwissenschaftlichen Fachräume wurden mit Smart- und Wideboards versehen.

Daneben verfügt der Bereich nun über einen Erdkunderaum sowie ein hochmodernes Planetarium. In der Chemie stehen keine fest installierten Tische mehr, für eine flexible Unterrichtsgestaltung wurden Experimentierbereiche und Arbeitsflächen an den Wänden angeordnet.

Projekt wurde in vier Bauabschnitte unterteilt

Die Aquarien und Terrarien der Fachschaft Biologie wurden aus den Fluren entfernt und einfallsreich direkt in die Wände integriert, sodass deren Bewohner nun von beiden Seiten zu betrachten sind. Nicht nur die Naturwissenschaft wurde bedacht, auch die Fachschaft für darstellendes Spiel erhielt eine neue Garderobe samt Schminktischen und Friseurwaschbecken im Untergeschoss.

Bereits im Jahr 2009 hatte die Schule auf eine notwendige Sanierung ihrer Räume hingewiesen. Die lange Sanierungsphase entstand durch eine ursprünglich geplante Teilsanierung von nur einer Etage pro Schuljahr, um die Einschränkungen des Unterrichts in Grenzen zu halten. Während der Bauphase wurde jedoch eine zusätzliche Decken- und Betonsanierung aufgrund von Brandschutzbestimmungen nötig. Hinzu kamen weitere Sanierungsarbeiten der Toiletten sowie eines Treppenhauses.

Demzufolge musste das Projekt in vier Bauabschnitte unterteilt werden. Die langjährigen, nervenaufreibenden Baumaßnahmen und entsprechende Störungen des Unterrichtsalltages habe die Schule mit großer Geduld ertragen, betonte Weinbach.

Auch Miriam David, Fachbereichsleiterin der Naturwissenschaften, lobte im Namen der Schule die erfolgreiche Arbeit der städtischen und schulischen Bauleitung und dankte allen Beteiligten für ihre „lange Geduld, Hartnäckigkeit und Stressresistenz“.

von Ina Tannert

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