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Anna Hofmann führt Linke in die Kreistagswahl 2016

Linke Marburg-Biedenkopf Anna Hofmann führt Linke in die Kreistagswahl 2016

Mit der Fraktionsvorsitzenden Anna Hofmann aus Wetter geht die Linke in die Kreistagswahl im kommenden Jahr. Derzeit hat die Fraktion fünf Sitze.

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Mit Anna Hofmann an der Spitze wollen die Linken in den Kreistagswahlkampf gehen.

Quelle: Heiko Krause

Marburg. „Die Linke versucht mit ihre Liste zu bekräftigen, dass alle Regionen im Kreis repräsentiert sein sollten und die Arbeit stärker vernetzt werden muss“, sagte Hofmann. Die Partei habe sich zum Ziel gesetzt, in der Fläche größer zu werden. „Leider haben wir ganz wenig aktive Mitglieder im Hinterland“, sagte die Spitzenkandidatin. Zugleich gebe es aber dort sehr viele Wählerinnen und Wähler, die es zu aktivieren gelte.

In diesem Zusammenhang bedauerte Hofmann, dass der aktuelle Kreistagsabgeordnete Adnan Yildirim aus Dautphetal seine Kandidatur zurückgezogen hatte. „Er war in der Fraktion ein wichtiges Mitglied, und auch im Hinterland müsste die Linke an Kraft gewinnen“, so Hofmann.

Vorgelegt wurde der Entwurf für das Wahlprogramm. Über das soll in der nächsten Mitgliederversammlung im Dezember diskutiert und entschieden werden. Der Entwurf sei praktisch auch eine Bilanz der letzten 14 Jahre, seitdem die Linke im Kreistag vertreten ist, so Hofmann. Zunächst unter der so genannten Jamaika-Koalition aus CDU, Grünen, FDP und Freien Wählern sei eine „pseudoökologische Wende“ beschlossen worden. In Hochglanzprospekten seien zwar ehrgeizige Ziele formuliert, aber viel zu wenig sei geschehen.

Bürgerbeteiligung als Schwerpunkt

Unter Landrätin Kirsten Fründt und der derzeitigen großen Koalition werde das Thema Bürgerbeteiligung als Schwerpunkt gesetzt, aber auch das nicht richtig, kritisierte Hofmann. Als Sozialschwerpunkt habe die Linke immer schon das Thema Hartz IV. Ein Ziel des Wahlprogramms sei es daher, Sperren zu verhindern, bei denen das Kreisjobcenter Marburg-Biedenkopf ganz vorne steht, wie Hofmann betonte.

Erneuert werde auch die Forderung nach kommunalen Gesundheitszentren im ländlichen Raum, so die Fraktionsvorsitzende weiter. Hausärzte würden immer weniger, gleichzeitig werde aber das Rhönklinikum die zugesagte Versorgung nur unter finanziellen Gesichtspunkten betrachten und Ärzte ausbeuten.

Um den Wegzug aus kleinen Orten zu verhindern, will die Linke dortige Versorgungsstrukturen stärken und kulturelle Angebote errichten. Es sei einfach zu teuer, mit dem Öffentlichen Personennahverkehr in die Stadt zu fahren, meinte sie. Ein neuer Schwerpunkt des Programmvorschlags seien die Flüchtlinge. Dabei ist die Linke für dezentrale Unterbringung und einen würdevollen Umgang mit unbegleiteten Flüchtlingen. Zuletzt verwies Hofmann darauf, dass natürlich auch Bildung, sowie „Frauen und Männer“ wichtige Themen des Entwurfs sind. „Im Wahlkampf werden wir weiterhin einen Schwerpunkt auf eine sozial-ökologische Wende legen. Auch wenn das Programm noch nicht verabschiedet wurde, sind wir uns in diesem Tenor einig“, bekräftigte Hofmann.

 
Liste
Die ersten zehn Kandidaten: 1. Anna Hofmann (Wetter), 2. Martin Krieger (Wetter), 3. Ingeborg Cernaj (Kirchhain-Schönbach), 4. Bernd Hannemann (Marburg), 5. Christel Gabrian-Zimmermann (Marburg), 6. Christian Bubel (Lahntal), 7. Heidemarie Hoffmann (Marburg), 8. Sigurd Meier (Kirchhain) 9. Inge Sturm (Marburg) und 10. Reinhard Heck (Kirchhain)
 

von Heiko Krause

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