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Anlieger fordern Verlegung des Überwegs

Uferstraße/Bunsenstraße Anlieger fordern Verlegung des Überwegs

Anlieger fordern Verbesserungen für die Fußgänger an der Kreuzung Uferstraße/Bunsenstraße.

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Die Fußgängerampel an der Bunsenstraße soll auf die andere Seite der Uferstraße Richtung Deutschhausstraße verlegt werden, fordern Anlieger.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Seit ihrer Errichtung im Herbst 2015 soll die Fußgängerampel für eine gefahrlose Querung der Bunsenstraße für Fußgänger und Radfahrer sorgen. Die Bedarfsampel wird durch eine Anforderungstaste in Betrieb gesetzt - der Verkehr auf der Bunsenstraße erhält „Rot“.

Fußgänger und Radfahrer aus Richtung Ufer- oder Nikolaistraße erhalten „Grün“, allerdings nur auf der nördlichen, Richtung Behördenzentrum gelegenen Seite der Uferstraße. Fußgänger, die etwa aus Richtung Deutschhausstraße kommen, müssen zunächst die Uferstraße überqueren, um dann über den Ampelstreifen die Bunsenstraße zu überqueren.

Anwohner fordern Überweg auch an Südseite

„Ein Schildbürgerstreich“, schimpfen Anlieger. Der beliebteste Weg für Fußgänger entlang der Uferstraße sei der südliche, in Richtung Deutschhausstraße gelegene Rand. Auf der anderen Seite sei der Fußgängerweg durch Laub, Blüten oder Baumfrüchte oft stark verunreinigt. Außerdem sei der Überweg für Fußgänger gefährlich, weil er auch von Radfahrern genutzt werde. Sie fordern daher, auch an der südlichen Seite eine Anforderungstaste und einen entsprechenden Überweg anzubringen.

Michael Hagenbrink von der Straßenverkehrsbehörde hält dies für nicht umsetzbar: Die Bunsenstraße ist zur Deutschhausstraße hin deutlich breiter als aus Richtung Behördenzentrum. „Wir müssten also deutlich längere Grünzeiten für Fußgänger und auch deutlich längere Schutzzeiten einplanen“, sagt Hagenbrink. Und zwar unabhängig davon, ob der Überweg lediglich verlegt wird oder neu geschaffen.

Längere Wartezeiten für Autofahrer

Für Autofahrer aus Richtung Deutschhausstraße wie auch aus Richtung Robert-Koch-Straße würde dies längere Haltezeiten bedeuten. „Und das in einer Stadt, in der die Rotzeiten für Pkw an Fußgängerampeln ohnehin deutlich länger sind als andernorts“, ergänzt Hagenbrink und begründet dies mit den vielen blinden und sehbehinderten Fußgängern.

Zudem wolle die Stadt den Radweg aus der Firmaneistraße direkt an den Fernradweg über die Uferstraße anschließen, so dass nur der nördliche Überweg infrage komme. „Typisch“, sagt ein Anlieger, „hier wird wieder einmal nur an Fahrradfahrer, aber nicht an die schwächsten Verkehrsteilnehmer gedacht.“

von Till Conrad

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