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Stadt Marburg lädt zu Informationsveranstaltung

Anlaufstelle der Flüchtlingshilfe zieht um

Neue, größere Räume sowie ein erweitertes Programm an ehrenamtlichen Angeboten stehen der Marburger Flüchtlingshilfe ab Montag, ­18. Januar, in Gisselberg zur Verfügung.
Liesl Lauer (links) und Sabine Reuter sind zwei Mitarbeiterinnen der Kleiderkammer, welche die gespendeten Kleider nach ihrer Größe sortieren. Foto: Ruth Korte

Liesl Lauer (links) und Sabine Reuter sind zwei Mitarbeiterinnen der Kleiderkammer, welche die gespendeten Kleider nach ihrer Größe sortieren.

© Ruth Korte

Gisselberg. Dann öffnet die soziale Anlaufstelle „Portal – Gisselberg | Zentrum für Flüchtlinge“ in der Gießener Straße 13 zum ersten Mal ihre Türen. Am Samstag, 16. Januar, ab 10 Uhr lädt die Stadt Marburg alle Bürger zu einer Informationsveranstaltung in die neuen Räume der städtischen Flüchtlingshilfe in die Gießener Straße 13 ein. Anschließend steht das Haus bis 14 Uhr für eine Besichtigung zur Verfügung. Die Kleiderkammer im Nachbargebäude wird zu dieser Zeit ebenfalls geöffnet sein.

Die neue städtische Anlaufstelle bietet von Montag bis Freitag unter der Federführung der Stadt Marburg – umgesetzt durch hauptamtliche Mitarbeiter und hunderte von Ehrenamtlichen – zahlreiche Aktivitäten, die den Geflüchteten in ihrer Orientierung an einem völlig fremden Ort helfen.

Spezielle Angebote für Frauen

Das „Portal – Gisselberg | Zentrum für Flüchtlinge“ auf dem ehemaligen EAM-Gelände kann nun viele Angebote vorweisen: „Bis jetzt konnten beispielsweise nur Erwachsene Deutschunterricht erhalten. In Zukunft bekommen auch die im Camp lebenden Kinder regelmäßig Unterricht“, hebt Marburgs Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (SPD) hervor. „Jeden Tag höre ich von neuen Ideen, wie wir die geflüchteten Menschen in unserer Stadt unterstützen können und dazu beitragen, dass sie sich bei uns willkommen fühlen und dass das Miteinander gut funktioniert“, sagt Spies weiter.

Vorrangig bekommen die Kinder durch Ehrenamtliche – darunter viele pensionierte Lehrer – die deutsche Sprache vermittelt. Doch auch Fächer wie Mathematik und Erdkunde sind vorgesehen. Ein spezielles Angebot für Frauen wird es ebenfalls geben.

Eine Hebamme und eine Gynäkologin nehmen in Kürze ihre Tätigkeit auf. Ein Spiele-, Kreativ- und Handarbeitsraum befindet sich im Aufbau. Ebenso ein Konzept der psychosozialen Betreuung von Flüchtlingen und Ehrenamtlichen.

Alle Angebote der bisherigen Anlaufstelle in Cappel werden zukünftig im „Zentrum für Flüchtlinge“ zu finden sein. Angefangen bei Alphabetisierungskursen und Alltagstraining für Erwachsene mit Kinderbetreuung. Darüber hinaus erhalten Geflüchtete auf Wunsch eine Beratung für ihr laufendes Asylverfahren und es steht ein Raum mit Computern zur Verfügung. Dort kann man mit Familie und Freunden skypen, die oft auf der ganzen Welt verteilt sind oder das Heimatland nicht verlassen haben.

Auch "zugewiesene" Flüchtlinge sind willkommen

Ein weiteres wichtiges Angebot ist die Hotline für alle Bürger. Diese ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr durch Ehrenamtliche betreut. Es werden dort alle Fragen rund um Flüchtlinge entgegengenommen, direkt beantwortet oder an die richtigen Stellen weitergeleitet. Zu erreichen ist die Hotline unter der Telefonnummer 06421 / 2012222.

Doch nicht nur den im Camp wohnenden Menschen steht das erweiterte Programm künftig zur Verfügung. Auch Flüchtlinge, die bereits fest in Marburg leben – sogenannte zugewiesene Flüchtlinge –, sind ab sofort eingeladen, dieses Angebot ebenfalls zu nutzen.

Mehrfach am Tag fährt ein Bus vom Camp in Cappel nach Gisselberg und wieder zurück, um die beiden Orte miteinander zu vernetzen. Dieser Shuttle-Service kann bei Bedarf auch von Ehrenamtlichen genutzt ­werden.


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