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Anklage: Taxifahrer pöbelt und schlägt zu

Prozess Anklage: Taxifahrer pöbelt und schlägt zu

Weil er angeblich zwei Rettungskräfte wüst beschimpfte sowie einen anderen Mann während eines Streits ins Gesicht schlug, muss sich ein Taxifahrer vor dem Amtsgericht verantworten.

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Ein Taxifahrer musste sich wegen Beleidigung und Körperverletzung vor Gericht verantworten.

Quelle: Archiv

Marburg. Beleidigung sowie Körperverletzung werden dem Berufskraftfahrer aus dem Ostkreis vorgeworfen – der ist sich jedoch keiner Schuld bewusst.

Anfang Juli vergangenen Jahres wartete der Angeklagte an dem Taxistand neben dem Marburger Hauptbahnhof auf Kundschaft. Nachdem ein Auto in seiner Nähe gehalten hatte, machte der 62-Jährige den anderen Fahrer auf das dort geltende Parkverbot aufmerksam und forderte ihn auf, den Bereich zu verlassen.

Dem kam der Mann nicht nach, stieg aus seinem Fahrzeug und ging auf den Wagen des Beschuldigten zu. Es kam zum Streit, während dem der Taxifahrer, laut Anklage, seinem Gegenüber mit der Faust ins Gesicht schlug. Dieser rief daraufhin die Polizei. Daneben geriet der Beschuldigte etwa eineinhalb Monate später mit zwei Sanitätern aneinander. Weil er mit seinem Taxi widerrechtlich die Rettungszufahrt des Diakoniekrankenhauses in Wehrda blockierte, forderte ihn der Fahrer eines Rettungswagens auf, die Durchfahrt frei zu machen.

Alle Zeugen widersprechen dem Angeklagten

Während der folgenden Auseinandersetzung soll der Angeklagte beide Sanitäter beschimpft und mit Beleidigungen wie „Dummkopf“, „blöde Sau“ oder „Arschlöcher“ betitelt haben.

Vor Gericht wies der Taxifahrer die Vorwürfe zurück. Gestritten hatte er sich mit den drei anderen Männern – beleidigt oder zugeschlagen habe er jedoch nicht, erklärte der 62-Jährige.

Mit seinem Taxi habe er zwar in der Rettungszufahrt des Krankenhauses gestanden, um auf einen fußkranken Fahrgast zu warten, diese jedoch nicht blockiert, fand der Angeklagte. Der Rettungswagen konnte zudem an ihm vorbei fahren, erst danach kam einer der Sanitäter zurück und drohte, sein Verhalten würde „ein Nachspiel haben“.

Die Aussagen aller vier Zeugen deckten sich nicht mit seinen Angaben.Weder konnte der Rettungswagen das Taxi passieren, noch habe der Angeklagte einen Fahrgast aufgenommen, teilten die Sanitäter vor Gericht mit.

Auch den Vorfall am Hauptbahnhof stellte der Beschuldigte anders dar. Er habe den anderen Fahrer beobachtet, der neben den Taxi-Stehplätzen parkte und zudem die nahe Baustelleneinfahrt blockierte. Auch mehrere Minuten später, nachdem er von einem Transportauftrag zurückgekehrt war, habe sich der Zeuge nach wie vor im Parkverbot aufgehalten.

Verhandlung wurde auf Mitte April vertagt

Während des anschließenden Disputs sei dieser „unwahrscheinlich frech“ geworden, habe angefangen, laut zu rufen, er sei geschlagen worden. Er selbst habe definitiv nicht zugeschlagen, betonte der Angeklagte. Dem widersprachen sowohl der vermeintlich Geschädigte wie auch dessen Freundin, die kurz vor dem Vorfall aus dem Bahnhofsgebäude kam. Der Angeklagte suche nur nach Ausreden, es sei „eine Frechheit, wie er sich verhalten hat“, betonte der aufgeregte junge Mann.

Die Verhandlung wurde von Richterin Nadine Bernshausen auf Mitte April vertagt.

von Ina Tannert

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