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Angela Dorn will „Regierung aus staubigen Sesseln treten“

Grünen küren Kandidaten Angela Dorn will „Regierung aus staubigen Sesseln treten“

Markige Worte zur Landespolitik wählten die beiden grünen Wahlkreis-Bewerberinnen Sandra Laaz und Angela Dorn am Mittwochabend bei ihrer Kandidatenkür.

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Angela Dorn (links) ist Direktkandidatin der Grünen zur Landtagswahl im Wahlkreis 13, Sandra Laaz bewirbt sich im Wahlkreis 12 um die Erststimmen der Wähler.

Quelle: Andreas Schmidt

Marburg. In Sachen Landtagswahl setzt der Kreisverband von Bündnis90/Grüne auf Kontinuität. In beiden Wahlkreisen treten in Sandra Laaz (Wahlkreis 12, Hinterland/Nord-/Südkreis) und Angela Dorn (Wahlkreis 13, Marburg und Ostkreis) die gleichen Direktkandidatinnen an wie bei der Wahl vor vier Jahren. Laaz erhielt bei 38 Jastimmen ein Nein, Dorn zwei Ablehnungen bei 39 Jastimmen.

Auch die Ersatzbewerber sind im Vergleich zu 2009 identisch. Als Ersatz für Sandra Laaz wählten die Grünen bei einer Neinstimme den Lahntaler Michael Meinel. Im Marburger Wahlkreis erhielt Tomas Schneider den Auftrag, als Ersatzkandidat für die Landtagsabgeordnete Angela Dorn bereitzustehen.

In ihrer Bewerbungsrede ging Sandra Laaz darauf ein, wie wenig sich aus ihrer Sicht in der ablaufenden Legislaturperiode in Hessen zum Guten bewegt habe. Die Themen, die sie im Wahlkampf vor vier Jahren angesprochen habe, seien bis auf die Energiewende, die zumindest auf den Weg gebracht worden sei, fast alle unerledigt. Als Beispiele nannte die 42-Jährige unter anderem die mangelnde Finanzierung des Nahverkehrs, die sich, wie die kommunale Finanzausstattung insgesamt, verschlechtert habe. Stattdessen werde in „unsinnige Autobahnen wie die A49“ investiert.

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Noch deutlichere Worte fand Angela Dorn, die die Landesregierung von der Wiesbadener Oppositionsbank aus erlebt hat. Seit sie politisch denken könne, habe sie etwas gestalten und bewegen wollen. Die „verbrauchte und erschöpfte“ schwarz-gelbe Landesregierung sei dazu nicht fähig. „Ich will mithelfen, diese Landesregierung endlich aus ihren staubigen Sesseln zu treten“, sagte Dorn, die sich auf der Landesliste der Grünen als Spitzenkandidatin bewerben will.

Dorn griff die aktuelle Diskussion auf und widerlegte den Partifreunden die „Strompreislüge“, mit der derzeit Politik gegen erneuerbare Energien gemacht werde. Die Politik der Grünen in der Stadt Marburg und im Kreis sieht die 30-Jährige dabei als Vorbild für gelungene Landespolitik. Ihre Vision für 2018 - am Ende der nächsten Wahlperiode - skizzierte Dorn zum Beispiel mit einer „gelungenen Energiewende“. „Ich glaube, das ist machbar“, sagte Dorn - aber natürlich nur mit Rot-Grün.

von Michael Agricola

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