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Projekt An der Seite von Single-Eltern

Seit einem Jahr führt der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) Marburg das Projekt „Nestwerk“ durch. Ziel: Präventive Unterstützungsangebote für alleinerziehende Eltern.

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Engagieren sich im Projekt „Nestwerk“: Sabine Meyfarth (hinten links), Hannelore Gottschlich, Petra Gröner, Barbara Haußel, Daniela Schmelz-Holten sowie Christiane Sack (vorne links), Hannelore Schade und Andrea Heilmann. Foto: Verena Pophanken

Marburg. In dem Projekt betreuen und beaufsichtigen Paten Kinder zwischen null bis drei Jahren, spielen mit ihnen. Die Ehrenamtlichen sollen Familien durch ihre wöchentlich rund dreistündige Hilfe entlasten.

Sabine Meyfarth ist eine von ihnen. Zu ihrer Patenschaft, die sie seit Sommer pflegt, zähle eine peruanische Mutter mit ihrer Tochter. Das Kind ist an Diabetes erkrankt, so Meyfarth. Das erschwere die Situation für die Alleinerziehende. In einer Tandempatenschaft mit ihrer Mutter Hannelore Schade treffe sie sich wöchentlich mit der Frau. „Wenn die Tochter etwas essen muss, ist nichts mehr mit ihr anzufangen. Das fällt auf“, erläutert Schade. Auch Barbara Haußel ist eine der Patinnen. Sie kümmerte sich zuletzt um eine alleinerziehende Mutter mit einem fünf Monate alten Kind. „Die Patenschaft zu der Mutter ist sehr gut angelaufen«, berichtete sie. Sie gehe regelmäßig mit der Mutter spazieren, was die Mutter mit Besorgungen verbunden hatte.

„Zwischen den Familien und den Paten muss die Chemie stimmen, sonst funktioniert es nicht“, erklärte Petra Gröning, SkF-Projektkoordinatorin. Für jeden Paten gibt es nur eine Patenschaft. Grund dafür ist laut Hannelore Gottschlich, Vorsitzende des SkF, dass sich die freiwillige Unterstützung völlig auf die Hilfesuchenden konzentrieren solle. „Wir haben uns zu Beginn des Projekts darauf geeinigt, erst einmal nur zehn Patenschaften zu arrangieren“, sagt sie. „Ich kann mir die Familien frei wählen und bekomme dennoch sowohl von den Familien, als auch von den Beratern des Projekts die nötig Wertschätzung für mein Handeln gezeigt“, sagt Andrea Heilmann, Patin.

Die SkF-Spitze sorgt sich indes um die Fortsetzung der öffentlichen Finanzierung. Stadt, Land und Bund hätten das Projekt bislang unterstützt. Darauf hofft man auch für die Zukunft, um das Angebot aufrecht erhalten zu können.

Interessierte Paten: Am 14. Januar, 16 Uhr findet ein Basiskurs statt. Treff: Friedrichsplatz 3. ten: Am 14. Januar um 16 Uhr findet ein Grund- und Basiskurs im Hause des SkF (Friedrichsplatz 3) statt.

von Verena Pophanken

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