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Amtsinhaberin stellt sich der Wahlversammlung

Uni-Präsidenten-Wahl Amtsinhaberin stellt sich der Wahlversammlung

Die Marburger Uni-Präsidentin Professorin ­Katharina Krause will für eine weitere Amtsperiode an der Spitze der Marburger Uni bleiben.

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Vor wenigen Tagen redete Uni-Präsidentin Professorin Katharina Krause beim Universitätsbund in der Alten Aula. Heute stellt sie sich dort der Befragung durch den Senat.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Mit der Kandidatenbefragung geht die Präsidentenwahl an der Philipps-Universität in die vorletzte Runde. Die Uni-Wahlversammlung – das sind die Mitglieder des Uni-Senats und deren Stellvertreter –  tagt am Mittwoch ab 14.15 Uhr in einer öffentlichen Sitzung in der Alten Aula. Wichtigster Tagesordnungspunkt ist die Kandidaten-Anhörung. Und da kommt es aufgrund des kurzfristigen Verzichts von zwei Gegenkandidaten zu einem Wiedersehen alter Bekannter: Denn die einzige Kandidatin ist die seit 2010 amtierende Marburger Uni-Präsidentin Professorin Katharina Krause. Die Kunsthistorikerin leitet jeden Monat die turnusmäßigen Sitzungen des Uni-Senats. Ihre hochschulpolitischen Vorstellungen sind den Senatsmitgliedern somit seit Jahren bekannt.

So wird es heute wohl vor allem darum gehen, welche Zukunftskonzepte Krause für die nächste Amtsperiode vorstellen wird, die im Februar 2016 beginnt. Im Anschluss an ihre Rede gibt es für die Senatsmitglieder und deren Stellvertreter die Chance, die Kandidatin zu befragen.

In ihrer letzten öffentlichen Rede vor ihrer Anhörung hatte Krause am vergangenen Freitag vor den Mitgliedern des Marburger Universitätsbundes eine  kleine Bilanz des Jahres 2014 gezogen. Darin hatte sie vor allem über den rasanten Anstieg der Studierendenzahlen  an der Philipps-Universität von rund 22 Prozent in den vergangenen fünf Jahren berichtet. Sowohl für das zurückliegende Wintersemester als auch für das noch laufende Sommersemester sei damit jeweils ein Rekordhoch erreicht worden. Für eine Stadt wie Marburg mit rund 72 000 Einwohnern stelle die Studierendenzahl von 26 727 (Höchstzahl im Wintersemester 2014/2015) schon eine besondere Herausforderung dar, betonte die Präsidentin. „Das sind viele junge Leute, die Marburg prägen, aber auch den Wohnungsmarkt belasten.“

Es sei die eigentliche Herausforderung für das Uni-Präsidium, diese zusätzlichen neuen Studierenden in die Universität zu integrieren. Aber auch das Personal, sowohl die Professoren als auch die übrigen Mitarbeiter, hätten mit dieser Aufgabe einiges zu tun.

Die Forschungsstärke der Universität habe sich in den vergangenen Jahren in mehreren Wettbewerben erfolgreich durchgesetzt, sagte Krause. Vor allem die erfolgreiche Einwerbung von Fördermitteln für zwei geisteswissenschaftliche Forschungsbauten – das Dokumentationszentrum Kunstgeschichte und das Forschungszentrum Deutscher Sprachatlas – nannte die Präsidentin als Belege dafür. Aber auch den für demnächst geplanten Start des großen „Synmikro“-Baus sowie die Fertigstellung des Zentrums für Tumor- und Immunbiologie hob sie lobend hervor.

Wahl findet am 24. Juni statt

Zudem bleibe die bauliche Entwicklung der Uni-Bauten erfreulicherweise ein Thema, so die Präsidentin. „Es könnte allerdings alles viel schneller gehen“, räumte Krause ein. An den Fachbereichen der Philipps-Universität, aber auch im Uni-Senat gibt es derzeit kaum oppositionelle Stimmen gegen Krause.

Im Gegenteil: Es gibt viel lobende Worte der Anerkennung insbesondere dafür, dass die Präsidentin  die Gremien der Universität ernst nimmt.

In einer Woche – am Mittwoch, 24. Juni – steht dann noch die Präsidentschaftswahl an. Die öffentliche Versammlung, bei der geheim abgestimmt wird, findet ebenfalls in der Alten Aula der Marburger Universität am Lahntor statt und beginnt wieder um 14.15 Uhr.

von Manfred Hitzeroth

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