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"Am besten hat uns das Freibad gefallen"

Besuch aus Maribor "Am besten hat uns das Freibad gefallen"

Die Partnerschaft zwischen Marburg und der zweitgrößten Stadt Sloweniens besteht seit fast 30 Jahren.

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Die Jugendlichen aus Maribor sind von Stadträtin Dr. Kerstin Weinbach im Historischen Rathaussaal empfangen worden.Foto: Eppler

Marburg. „Marburg ist eine wunderschöne Stadt mit viel Geschichte und leckerem Eis, aber am besten hat uns das Freibad gefallen“, so weit das klare Urteil von Vito Jakic (13), einem von 28 Schülerinnen und Schülern von 12 bis 16 Jahren, die aus der Partnerstadt Maribor gekommen waren um sich Marburg anzusehen.

Seit dem Jahr 1985 besteht zwischen Marburg an der Lahn und Marburg an der Drau, wie die zweitgrößte Stadt Sloweniens auch genannt wird, diese Partnerschaft.

Aus wirtschaftlichen Gründen waren die Besuche in den vergangenen beiden Jahren ausgefallen, doch am Montag fand man sich endlich wieder zur offiziellen Begrüßung im 500 Jahre alten Historischen Rathaussaal ein.

„Wir sind sehr stolz darauf, dass in diesem Jahr wieder ein Besuch zustande gekommen ist“, freute sich Stadträtin Dr. Kerstin Weinbach (SPD), die als Gastgeschenk ein tellergroßes Weinblatt des ältesten Weinstrauchs der Welt in Empfang nahm.

Jürgen Heer von der Jugendförderung Marburg, sowie Bernd Drusel, der Leiter des Marburger Freundeskreises Maribor, bedankten sich besonders bei Stanka Damjan und ihrem Mann Bozidar, welche die Fahrt der Kinder organisiert hatten und sich bereits seit 1994 für das Programm engagieren.

Die Jugendlichen waren dabei keineswegs unvorbereitet. Zunächst gab es kurze Ansprachen in Slowenisch, sowie nahezu akzentfreiem Englisch und Deutsch, danach begeisterte die 15-jährige Mia Sara Gril mit ihrer bemerkenswert klaren wie kraftvollen Stimme und begleitete sich selbst am Klavier. Schließlich gab es auch noch klassische Flötentöne und eine moderne Tanzeinlage.

Die Jugendförderung unterstützte den Aufenthalt mit einer Honorarkraft für Workshops, einer Kanutour, sowie Schlossführung samt besagtem Eis und auch der Freundeskreis steuerte eine Finanzhilfe bei.

„Ganz früher war das eigentlich mal ein Austausch, aber leider ist das nach dem Zerfall von Jugoslawien abgebrochen, so dass nun nur noch die Jugendlichen zu uns kommen“, erklärte Bernd Drusel. Umso mehr hoffen die Veranstalter, dass das Interesse der Kinder, die sämtlich zum ersten Mal zu Besuch waren, auch langfristig anhält, „jedes Miteinander über Ländergrenzen hinweg beginnt mit Kommunikation und eine neue Sprache lässt sich am besten dadurch meistern, dass man sich im entsprechenden Land auch eine Weile aufhält,“ fasste Weinbach zusammen.

von Marcus Hergenhan

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