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Am Richtsberg wird‘s nun langsamer

Tempo-30-Zone am Richtsberg Am Richtsberg wird‘s nun langsamer

Die Umsetzung des Tempo-30-Katasters schreitet voran: Seit einigen Tagen ist der gesamte Marburger Stadtteil Richtsberg eine Tempo-30-Zone.

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Der Obere Richtsberg und der Untere Richtsberg sind seit einigen Tagen nun komplett eine Tempo-30-Zone. Foto: Thorsten Richter

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Die Schilder sind seit einigen Tagen aufgestellt. Somit ist die Umsetzung des Magistratsbeschlusses, am Oberen Richtsberg und am Unteren Richtsberg eine Tempo-30-Zone einzurichten, nunmehr erfolgt, erläuterte Harald Schröder, der Leiter der Marburger Straßenverkehrsbehörde. Seine Behörde hat sich in Abstimmung mit der Polizei und den Stadtwerken um die Umsetzung gekümmert.

Aufgrund des nach einer Bürgerbefragung vom Marburger Magistrat erstellten Tempo-30-Katasters gilt künftig auch in anderen Straßen und Straßenzügen Tempo 30.

In den Außenstadtteilen ist die Umsetzung der Vorschläge bereits erfolgt. „Dabei ist festzustellen, dass bereits fast alle Wohngebiete als Tempo-30-Zonen oder verkehrsberuhigte Bereiche beschildert waren“, erklärte Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) in der Magistratsvorlage.

Jetzt sind die Marburger Innenstadtteile an der Reihe, und der Richtsberg hat den Anfang gemacht. Es folgen als nächstes die Änderungen für Wehrda. Aber auch in Cappel, Ockershausen, Marbach und in der Kernstadt wird das Tempo-30-Kataster umgesetzt. „Wir hoffen, dass wir möglichst viel bis Ende des Jahres schaffen“, sagte Schröder auf OP-Anfrage.

Ortsvorsteherin ist für Tempo 30

Bei Erika Lotz-Halilovic (SPD), der Ortsvorsteherin des Marburger Stadtteils Richtsberg, stößt die Einrichtung von Tempo 30 auf große Zustimmung. Auch der von ihr geleitete Ortsbeirat habe schließlich die Geschwindigkeitsreduzierung gefordert, erläuterte Lotz-Halilovic. Dass die Autos am Richtsberg künftig langsamer fahren, sei auch zur Vermeidung von Unfällen wichtig. Denn immer wieder habe es Verkehrsunfälle mit spielenden Kindern gegeben, die plötzlich auf die Straße gelaufen seien.

Ein Problem gibt es allerdings aufgrund der Einrichtung der Tempo-30-Zone, auf das auch die Ortsvorsteherin vorher so nicht gekommen wäre. Weil am Richtsberg in Zukunft nur noch die Sonnenblickallee als Hauptverkehrsstraße gilt, gilt ansonsten überall die Vorfahrtsregelung „Rechts vor Links“. Darauf müssen sich nicht nur die Autofahrer, sondern vor allem auch die Fahrer der Stadtbusse einstellen. „Die Busse müssen aufgrund der Vorfahrtregelung jedesmal fast auf null herunterbremsen“, erklärte Robby Jahnke von der Stadtwerke Consult GmbH auf Anfrage der OP. Dieses sei einerseits nicht erstrebenswert für den Fahrkomfort und andererseits müsse man deswegen „leichte bis marginale Verspätungen“ in Kauf nehmen. Da die Stadtwerke im aktuellen Fahrplan jedoch einen Zeitpuffer mit eingebaut hätten, sei es bisher noch nicht zu gravierenden Verspätungen im Busverkehr vom und zum Richtsberg gekommen, sagte Jahnke. Für den nächsten Fahrplanwechsel sollen die jetzt gesammelten Erfahrungen mit Tempo 30 auf dem Richtsberg eingearbeitet werden.

von Manfred Hitzeroth

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