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Am Diakonissen-Mutterhaus endet eine Ära

Pfarrer verabschiedet Am Diakonissen-Mutterhaus endet eine Ära

Pfarrer Helmut Heiser prägte das Leben in Hebron durch seine lockere, fröhliche und offene Art.

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Pfarrer Helmut Heiser (links) und sein Nachfolger in der Verwaltung, Willi Feldkamp.

Quelle: Yannic Bakthari

Wehrda. „Das Spiel im Mutterhaus dauert schon 108 Jahre an. Zeit genug für einen Spielerwechsel”, sagte Pfarrer Dr. Joachim Drechsel in Anlehnung an das EM-Fußballspiel Deutschland gegen Italien. In seiner Predigt beim Fest der Begegnung im Evangeliumssaal des Mutterhauses Hebron bedachten er und weitere Redner Pfarrer Helmut Heiser mit lieben Worten: „Er vereint viele tolle Eigenschaften in einer Person, darunter Freundlichkeit und Offenheit. Darüber hinaus ist er den Menschen immer zugewandt und hat ein großes Herz“, fasste Propst Helmut Wöllenstein seinen Eindruck von Heiser zusammen.

Heiser geht nun mit 62 Jahren in den Ruhestand. Am 1. August 1985 kam er als theologischer Mitarbeiter und Pfarrer nach Hebron, am 10. Juli 1994 übernahm er das Amt des Vorstehers. Zusammen mit Oberin Renate Lippe führte er seitdem das Diakonissen-Mutterhaus. Alexander Hirsch, der Vorsitzende der Evangelischen Allianz Marburg, sprach von „einer Ära“.

„Ohne ihn wäre der Waldkindergarten nicht denkbar gewesen“, sagte Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (SPD). „Nur durch sein unermüdliches Engagement verwendet außerdem der große Schokoladenhersteller Ferrero, der in der Region produziert, fairen Kakao für seine Produktion“, ergänzte Spies.

Gemeindemitglied Waldtraut Dondes berichtete: „Ich habe drei Vorsteher erlebt. Heiser hatte es am schwierigsten, weil es immer weniger Diakonissen gibt. Aber durch Heiser hat sich viel verändert, er hat viel umbauen lassen, viel geleistet.“

Nun übernimmt Verwaltungsleiter Willi Feldkamp Heisers Aufgaben. Der ehrenamtliche Vorsitzende Rainer Reissner führte Feldkamp in sein neues Amt ein. Heiser werde sich aber weiter für die Gemeinde und das Mutterhaus einsetzen, versprach er. Hirsch fasste die Arbeit Heisers und der Diakonissinnen mit einem Augenzwinkern als „junge und ergraute Radikale, die sich durch Gott für die Menschen einsetzen“, zusammen. Zum Gottesdienst war die Evangeliumshalle voll besetzt. „Christ sein ist nun mal ein Mannschaftsspiel“, betonte Pfarrer Drechsel.

von Yannic Bakhtari

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