Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / 0 ° Schneeregen

Navigation:
Alter Standort - neues Haus

Familienzentrum Alter Standort - neues Haus

Glückliche Eltern und glückliche Mitarbeiter feiern gemeinsam mit vielen Gästen die Einweihung.

Voriger Artikel
Keine Spur von Politikverdrossenheit
Nächster Artikel
Die Neugotik hinterließ viele Spuren in Marburg

Pfarrer Markus Rahn unterhielt mit seiner Handpuppe Johannes die Festgäste.Foto: Schneider

Quelle: Melanie Schneider

Marburg. Als vor drei Jahren die Kinder aus der alten Kindertagesstätte Gerhard-Hauptmann-Straße aus- und in die Übergangslösung nach Cappel umziehen mussten, sangen sie gemeinsam „Komm, bau ein Haus“. Und auch zum Richtfest sangen sie dieses Lied.

Eine schwere Zeit liegt hinter allen Beteiligten. Eine Zeit mit Höhen und Tiefen. Jedoch sei es eine „gelungene Übergangslösung“ gewesen, die sich „nie so angefühlt hat“, betont Anna Schäfer vom Elternbeirat der Kita. Anja Diekmann, Leiterin des Familienzentrums, dankte in ihrer Einweihungsrede besonders den Eltern, die während der langen Planungs- und Bauphase den weiteren Weg nach Cappel jeden Tag in Kauf genommen haben. „Danke für diesen guten Morgen, danke für dieses Familienzentrum. Alle haben ein Ziel“, weiß Pfarrer Markus Rahn. Gemeinsam mit seiner plüschigen Handpuppe Johannes freut er sich über dieses „wunderbare Projekt“. Ebenso unterstreicht Pfarrer Ralf Hartmann, Vorsitzender des Gesamtverbandes der evangelischen Kirchengemeinde Marburg, die Wichtigkeit dieser Einrichtung. Die evangelische Kirchengemeinde habe sich bewusst dazu entschieden, mit ihren Möglichkeiten, solche Einrichtungen zu fördern: „Bei den Kindertagesstätten sparen wir nicht, trotz knapper Kassen.“

Als besonderes Geschenk erhalten die Kinder einen großen Stapel neuer Kinderbücher für ihre Gruppen.

„Es soll ein Haus werden, das seine Türen zum Stadtteil öffnet und in dem die Menschen herzlich willkommen sind“, sagt Diekmann. Das Familienzentrum sei ein Haus für Kinder und Eltern in dem sie ein Angebot vorfinden, dass sich an den Bedürfnissen der Familien ­orientiert. Der Neubau in der Gerhard-Hauptmann-Straße bietet viele Möglichkeiten. Die Räume sind groß, freundlich und es kommt viel Licht hinein. Neben Betreuungsräumen gibt es Ruhezonen und viel Platz zum Toben und Spielen. Besonders gemütlich eingerichtet sind die Krippenräume, in denen Kinder von ein bis drei Jahren betreut werden. Gemütliche Schlafplätze, bunte und kleinkindgerechte Möbel bieten den ganz Kleinen viel Geborgenheit. „Die Vielfalt der neuen Räume wertet die Qualität der Arbeit auf“, betont Dieckmann. Im Stadtteil finde eine gute Zusammenarbeit mit den Bildungseinrichtungen, Beratungsstellen und Therapeuten statt. Selbstverständlich solle das Angebot weiter ausgebaut werden. Dazu zählen Logopädie-Angebote und Deutschkurse für Migrantenfamilien. Als Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) im Februar 2011 zu einer Bürgerversammlung eingeladen wurde, in der ihm die Missstände in der Kita am Hansenhaus, die Unzufriedenheit über die mangelnde Ganztagsbetreuung und schlechten räumlichen Rahmenbedingungen geschildert wurden, wusste er, „hier müssen wir etwa machen“. Damals wie heute wurde Diekmann von der Hansenhausgemeinde und seinem Vorsitzenden Hans-Joachim Wölk sowie Pfarrer Rahn tatkräftig unterstützt. Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne) lobte die gute Zusammenarbeit, die auch dazu beigetragen hat „schwierige Fragen zu klären“. Besonders schön sei, dass der alte Baumbestand, der den Kindern viel Schutz und Schatten im Gartenbereich bietet, erhalten werden konnte.

von Melanie Schneider

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Marburg

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr