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Alte Klostergärten als Vorbild

Mitmachgarten Alte Klostergärten als Vorbild

Noch ist der Mitmachgarten nur ein Stück Wiese am Marbacher Bürgerhaus. Schon bald sollen dort aber Kräuter wachsen - und Jung und Alt mitmachen.

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Wo momentan noch nackte Erde ist, sollen bald schon Kräuter wachsen. Das Projekt des „Mitmachgartens“ wurde vorgestellt von (hintere Reihe von links) Beate Wagner-Nowicki (Grundschule Marbach), Marion Kühn (Fachdienst Stadtgrün, Klima- und Naturschutz), Hans-Jürgen Theiß (Bürgerverein Marbach), Ortsvorsteher Dr. Ulrich Rausch, (vorn kniend, von links) Celia Meggers (Fachdienst), Initiatorin Christa Stuwe und Bürgermeister Dr. Franz Kahle. Foto: Nadja Schwarzwäller

Marbach. 64 Quadratmeter und eine gute Idee: Daraus soll in den nächsten Wochen ein Garten entstehen. Schon seit einigen Wochen wurden Flyer verteilt und Werbetrommeln gerührt und bislang haben sich knapp ein Dutzend Menschen gefunden, die mitmachen wollen. Und genau das soll der Garten sein: ein Mitmachgarten.

Die Idee ist es, das Wissen um Kräuter neu zu beleben - von der Anzucht über die Ernte bis hin zu ihrer Verwendung. Christa Stuwe hatte diese Idee und gemeinsam mit den anderen Kräuterfans wird sie sich nun daran machen, den Garten anzulegen.

„Wir orientieren uns an alten Klostergärten“, sagte Stuwe bei der Präsentation des Projekts. Neben bekannten Kräutern wie Ysop oder Oregano sollen auch weniger geläufige Pflanzen wie zum Beispiel Diptam ihren Platz bekommen - ein Rautengewächs, das aus dem Mittelmeerraum stammt und seine Bezeichnung „Brennender Busch“ der Tatsache verdankt, dass es sich bei Hitze selbst entzünden kann. In dieser Woche treffen sich die Beteiligten, um konkreter zu planen und dann soll es möglichst bald losgehen. Samen und Pflanzen sind schon vorhanden beziehungsweise werden vom städtischen Fachdienst gestellt. „Das kann für den Stadtteil ein Hingucker werden“, sagt Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne).

Auch Kinder sindmit von der Partie

Die Stadt sowie der Marbacher Ortsbeirat fördern das Projekt und mit von der Partie sind auch schon die ganz Kleinen: Eine zweite Klasse der Grundschule Marbach wird kräftig beim Bepflanzen helfen und die Kita Emil-von-Behring-Straße hat ebenfalls bereits Interesse angemeldet.

Christa Stuwe hofft, dass ein „buntes Gemisch“ entsteht - und meint nicht nur den Garten, sondern auch die Beteiligung. Kinder sollen sehen, wie Pflanzen entstehen und wachsen und Ältere sollen dazukommen und ihr Wissen einbringen, so der Wunsch der Initiatorin des Projekts. Langfristig könnten dann auch über den eigentlichen Garten hinausgehende Dinge wie Workshops zur Verwendung von Kräutern oder eine Tauschbörse für Pflanzen entstehen.

Der Mitmachgarten soll ein wenig „Mittelpunkt“ im Stadtteil werden, an und über den die Menschen zusammenkommen.

Und auch wenn die Gruppe der „Mitmacher“ inzwischen so gut wie komplett ist, können sich Interessierte gern noch melden, erklärt Christa Stuwe. Und wer das Projekt mit einer Spende unterstützen möchte - von der zum Beispiel Gartengeräte angeschafft werden sollen, der kann auch auf diesem Weg „mitmachen“.

Kontakt: mitmachtgarten@gmx.de oder Telefon 06421/32637.

von Nadja Schwarzwäller

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