Als Industriedenkmal soll der Stumpf des Schornsteins erhalten bleiben. Im Hintergrund ist das Hörsaalgebäude zu sehen. Über den Lahnarm wird eine Brücke geschlagen.
Marburg. Immer wieder bleiben Passanten am Pilgrimstein stehen und werfen einen Blick auf das Gelände der alten Brauerei. Es verändert sich momentan fast täglich. Aus Sicht vieler Marburger hatte sich das Gelände der 1663 gegründeten und 2004 in Insolvenz gegangenen Traditions-Brauerei in einen „Schandfleck“ verwandelt.
Gestern räumten Arbeiter mit schwerem Gerät große Schutthaufen weg. Gleich fünf Bagger waren im Einsatz. Inzwischen sind alle Gebäude abgerissen – mit einer Ausnahme: Der Stumpf des am 31 Januar wegen Einsturzgefahr gesprengten Schornsteins soll auch künftig als Industriedenkmal an die Marburger Brauerei erinnern.
Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) hatte im Januar gegenüber der OP erklärt, dass die Stadt die Universität und das Land mit dem Abriss des Gebäudes unterstützen könnte. Das Stadtparlament folgte später der Anregung und gab 1,5 Millionen Euro frei für den Abriss und den Bau von rund 150 Parkplätzen und 250 Stellplätzen für Fahrräder.
von Uwe Badouin
Das Video vom Beginn der Abbrucharbeiten sehen Sie hier.
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