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„Allnataler Allerlei“ mit Gitarre, Gesang, Gegacker

Kultur-Abend „Allnataler Allerlei“ mit Gitarre, Gesang, Gegacker

Als Herausforderung für die Lachmuskeln des ­Publikums entpuppte sich die große Premiere des Kulturabends „Allnataler Allerlei“.

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Das Ei ist zu hart gekocht – mit einem anhaltenden Ehekrach am Frühstückstisch begeisterten ­Gerhold Wege und Sabine Waldschmidt das Publikum.

Quelle: Ina Tannert

Cyriaxweimar. Wieso ist das Frühstücksei so hart? Was macht eine gute Eheberatung aus und warum lässt Frau den erschöpften Ehemann nicht „einfach nur hier sitzen“? Mit berühmten Klassikern aus der bunten Welt der Sketche, samt musikalischem Rahmenprogramm, brachten die rund 80 Akteure des Kulturabends am Samstag Leben in die Mehrzweckhalle von Cyriaxweimar.

Ein wahres Sammelsurium an Kulturvereinen hatte sich für die Premiere zusammengeschlossen: Während die Theater-AG Haddamshausen Stellung auf der Bühne bezog, sorgten der Gesangverein Haddamshausen/Cyriaxweimar, unterstützt von Sängern aus Niederwalgern, und die „Jedermann-Gitarrengruppe“ aus Hermershausen für den musikalischen Teil des Abends.

„Als Überraschungsgast aus dem Allnataler Grenzgebiet“ und als Schmankerl zur Halloween-Zeit, wie Moderatorin Yvonne Debus es ausdrückte, schloss sich auch das Kürbisorchester aus Bellnhausen dem „Allerlei“ an.

So unterschiedlich die teilnehmenden Vereine, so abwechslungsreich gestaltete sich das bunte Programm. Mehr als zwei Stunden lang spielten die Darsteller mit den Klischees des Alltags, natürlich „uff platt“, während die rund 120 Besucher aus dem Lachen und Applaudieren gar nicht mehr herauskamen.

Schon der erste Sketch sorgte für anhaltende Heiterkeit, kennen doch wohl die meisten die trockene Debatte um das perfekte Frühstücksei am sonntäglichen Frühstückstisch. Kaum zeigte sich der Hausherr, gespielt von Gerhold Wege, unzufrieden mit dem harten Inhalt, hagelte es Beschwerden von seiner besseren Hälfte alias Sabine Waldschmidt.

Gelungenes Mini-Comeback mit neuem Schwerpunkt

Schockierende Momente hielt auch der Auftritt der „zwei Damen im Zug“ bereit. Rein mit Mimik, Gestik und jeder Menge Utensilien aus der Speisekammer starteten Elke Grimmelbein und Regina Debus einen ausufernden Schmink-Wettbewerb um die beste Optik. Dass Dame Nummer zwei die Konkurrentin mit Hilfsmitteln wie Tomatenmark, Marmelade oder einer Klobürste ausstach, brachte den Saal schon fast zum Beben. Die Folge: minutenlanges Gegacker aus den Reihen der Zuschauer, während auf der Bühne kein einziges Wort nötig war.

Schwungvoll und abwechslungsreich gaben die Schauspieler einen komischen Einblick in die Sketch-Welt, boten Klassiker des unvergessenen „Loriot“ und anderer Fernsehstars. Musikalisch wie thematisch begleitet wurden die kurzen Auftritte von Gesangverein und Gitarrengruppe, die, zum Teil zwar selber etwas leise daherkamen, dafür spätestens mit bekannten Stücken wie „Take Me Home“ oder „Bolero der Herzen“ den gesamten Saal zum Mitsingen und Mitklatschen brachten.

Auch der musikalische Nachwuchs war durch das Musiker-Duo Fabienne Balzer und Erik Waldschmidt vertreten, die den Abend mit rockigen Beiträgen aufpeppten.

Mit „Abendruh“ leiteten die Musiker eine der bekanntesten Ehe-Debatten aus der Welt der Komödie ein: Zur Ruhe kommt dabei der gestresste Ehemann natürlich nicht auf seinem Sessel, wird er doch von der agilen Ehefrau zu diversen Aktivitäten aufgefordert. Dabei möchte er am Feierabend doch weder lesen noch spazieren gehen, sondern „einfach nur hei sitze und gornaut mache“.

Die Idee zu dem Kulturabend entstand spontan in der Theater-AG, die sich mit der bunten Sketch-Show seit 2013 zum ersten Mal wieder auf der Bühne präsentierte und dabei ein gelungenes Mini-Comeback mit neuem Schwerpunkt feiern konnte. „Es war der erste Auftritt in dieser Form mit vielen verschiedenen Gruppen, quasi eine Premiere und ein kleiner Test - es ist toll gelaufen“, lautete das zufriedene Resümee von Yvonne Debus.

Wie im Allnatal üblich arbeiteten die verschiedenen Vereine und Gruppen der Dörfer eng zusammen - mit Erfolg: „Hier läuft alles gemeinsam, nur so ist ein solches Programm überhaupt zu bewältigen. Heraus kam eine runde Sache“, freute sich auch Heinrich Löwer, Ortsvorsteher von Cyriaxweimar.

von Ina Tannert

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