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"Alles, was Ei-Form hat, wird bemalt"

Ostermarkt "Alles, was Ei-Form hat, wird bemalt"

Mit einer gelungenen Mischung aus Frühlingsmarkt, Tierschau und Selbstgemachtem lockte der Ostermarkt in Moischt auch dieses Jahr wieder zahlreiche Besucher an. Schon kurz nach der Eröffnung füllte sich die Mehrzweckhalle

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Zahlreiche Besucher nutzten den Ostermarkt, um zu stöbern.

Quelle: Maraike Bader

Moischt. In der Mehrzweckhalle in Moischt wurde man am Wochenende rund um das Ei fündig, egal ob von Huhn, Gans, Ente oder Strauß. „Alles was EiForm hat wird bemalt“, sagte Josef Werner, der Schmuck aus altem Silberbesteck verkaufte, und lachte. Ihm und seiner Frau gefallen besonders die Atmosphäre und die netten Menschen. „Es gibt wenige Märkte, bei denen man von den Ausstellern her sagt, da geh ich gern hin“, bekräftigt Ingrid Werner. Das konnte Ilse Knoth nur bestätigen. „Die Atmosphäre ist so schön hier und es sind sehr nette Menschen hier“, erzählte die Amönauerin, die Marmeladen und Liköre präsentierte.

Auch der Schirmherr, Oberbürgermeister Egon Vaupel, zeigte sich bei der Eröffnung beim Frühstück mit den Helfern und Händlern begeistert: „Es gibt viele Brauchtumsmärkte in unserer Region, aber der in Moischt ist schon was Besonderes.“

Auf der Eierschale steht Poesie geschrieben

Wie jedes Jahr war die Auswahl der 41 Aussteller sehr groß. Neben den bemalten Eiern wurden auch Schmuck, kulinarische Köstlichkeiten und Dekorationen aus Stoff oder Holz angeboten. Manfred Jahn aus Biedenkopf zeigte seine Holzarbeiten, darunter eine Schnitzerei der Moischter Kirche, die Jahn extra für den Moischter Markt angefertigt hatte. Wie immer zog der Korbhändler viele Besucher an. „Es gibt viele, die schon ganz lange dabei sind, aber auch neue Gesichter“, betonte Doris Cloos vom Geflügelzuchtverein und verwies auf Anja Klemmer, die seit dem ersten Markt ihre mit Wachsbatik gefärbten Eier anbot.

Unter den Ausstellern fand man auch einige in regionaler Tracht, wie die 83-jährige Anna Rhiel aus Erfurtshausen. Sie trage die Tracht jeden Tag. „Das ist die Marburger Hessentracht, sagen wir“, erzählt sie und lacht. Wie Anja Klemmer präsentierte sie Hühner- und Gänseeier mit Gedichten in altdeutscher Schrift, die sie in Wachs mit einer Feder auf die Eier schreibt.

Küken schlüpfen vor den Augen der Zuschauer

Der Markt mit den Ausstellern ist aber nicht alles beim Moischter Ostermarkt. Das selbst gebackene Brot aus dem Moischter Backhaus war auch dieses Jahr sehr begehrt. Man müsse die Menge gut einteilen, damit an beiden Tagen genügend Brot vorhanden sei, berichtet einer der Helfer am Stand des Geflügelzuchtvereines. „Unser Magnet ist, denk‘ ich, das Brot und die Wurst“, sagte die Ausstellungsleiterin Doris Cloos und lobte gleichzeitig auch die Vereinsfrauen, die für das riesige Tortenbuffet gebacken hatten: „Wir müssen da alle richtig ranklotzen.“ Unterdessen versammelten sich die Kinder um die Tiere, wie die Ziege mit ihren beiden Zicklein vor der Halle oder die Hasen und Hühner drinnen.

Einige Kinder konnten von den süßen Tieren nicht genug bekommen und wollten nicht weggehen. Besonders beliebt war der Brutkasten, in dem schon kurz nach Eröffnung am Samstag das erste Küken schlüpfte.

von Mareike Bader

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