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„Alle werden aufgenommen“

Übernachtungsheim für Obdachlose „Alle werden aufgenommen“

Die Stadt will eine niedrigschwellige Beratung von Obdachlosen durch Streetworker „prüfen“, sagte Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (SPD) 
am Mittwoch im Sozialausschuss.

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Das Städtische Übernachtungsheim für Obdachlose in der Gisselberger Straße ist noch nicht ausgelastet.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. In Marburg muss kein Wohnsitzloser befürchten, aus Mangel an Unterkunft bei der derzeit herrschenden Kälte zu erfrieren. Wie Spies im Sozialausschuss mittelte, seien derzeit 20 der 25 städtischen Wohnungen für Obdachlose belegt.

Im Übernachtungsheim in der Gisselberger Straße, in dem 16 Übernachtungsplätze für Nichtsesshafte vorgehalten werden, waren in der vergangenen Woche durchschnittlich drei Plätze belegt. „Alle werden aufgenommen, die nicht gefährlich werden oder randalieren“, ergänzte Wolfgang Engler vom Fachdienst soziale Leistungen der Stadt.

Tiere müssen im Zwinger übernachten

Die Hausmeister seien entsprechend sensibilisiert, keinen Hilfesuchenden abzuweisen. Dies gilt beispielsweise 
auch für Menschen aus Osteuropa, die in Deutschland keinen Anspruch auf Sozialleistungen haben, sagte Pfarrer Ulrich Kling-Böhm, der Geschäftsführer des Diakonischen Werks Marburg-Biedenkopf.

Spies bat um ein besonderes Augenmerk auf Personen, die bei der klirrenden Kälte auf der Straße kampieren. „Wer den Eindruck erweckt, dass er sich nicht allein helfen kann, für den ist der Rettungsdienst oder die Polizei zuständig.“

Probleme gibt es gelegentlich bei Menschen, die mit einem Haustier zum Übernachtungsheim kommen. Die Tiere müssen draußen in einem Zwinger übernachten – „für viele ist das schwierig, weil gerade für diese Menschen der Hund oft der einzige Freund ist“, sagt Engler.

von Till Conrad

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