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Alle Generationen unter einem Dach

Besonderes Wohnprojekt im Stadtwald Alle Generationen unter einem Dach

Im Stadtwald soll ein besonderes Wohnprojekt mit Vorbildcharakter entstehen: 18 Familien unterschiedlichster Generationen wollen zwei Mehrfamilienhäuser bauen und gemeinsam darin leben.

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Peter Hübner (rechts) stellte das Projekt LebensArt vor. In die beiden Häuser sollen 18 Familien einziehen können.

Quelle: Patricia Kutsch

Marburg. Für rund drei Millionen Euro sollen auf einem großzügigen Gelände an der Ecke Edith-Stein-Straße und Hedwig-Jahnow-Straße insgesamt 1.500 Quadratmeter Wohnfläche entstehen, berichtete Projektleiterin Lisa Hugger bei einem Treffen der zukünftigen Bewohner und der Architekten Christian Remes, Peter Hübner und Phil Yong.

Vor mehr als einem Jahr sei in einer lockeren Gruppe unterschiedlichster Generationen die Idee aufgekommen, ein gemeinsames Haus zu bauen.
In den drei beauftragten Architekten haben die vielen Bauherren Partner gefunden, mit denen sie gemeinsam das Haus bis ins kleinste Detail planen können.

Wie Remes rückblickend erzählt, sei es interessant gewesen, mit so vielen Bauherren ein Haus zu planen: „Oft kamen wir von unseren Planungsworkshops und dachten, wir haben das Haus fertig. Dann kamen aber wieder neue Ideen dazu und das Treppenhaus musste zum Beispiel verlegt werden.“ Hinzu kam, dass man nicht nur die Wünsche der einzelnen Familien für die Grundrisse ihrer eigenen Wohnungen im wahrsten Sinne des Wortes unter ein Dach bringen musste, sondern dabei immer auch das Gesamtprojekt im Auge haben sollte, wie Remes die gemeinsamen Planungsvorgänge beschrieb.

„Wir nähern uns mit großen Schritten dem Ziel und können vielleicht noch in diesem Jahr mit dem Bau beginnen“, sagte Hübner. Dabei zeigte er auf ein Modell, dass ein großes dreistöckiges und ein kleineres zweistöckiges Haus darstellt, die sich gegenüberstehen und einen gemeinsamen Innenhof bilden.

In den beiden Häusern seien 18 Wohnungen für rund 30 Bewohner untergebracht. Die Wohnungen seien selbstständige Wohneinheiten, aber ein großzügiger Gemeinschaftsbereich, in dem sich eine große Küche, ein Aufenthaltsraum und eine Waschküche befinden, seien für die gesamte Hausgemeinschaft gedacht, um das Zusammenleben dort aktiv gestalten zu können. „Darin sollen aber auch regelmäßig Veranstaltungen stattfinden, die nach außen geöffnet sind und die Nachbarn zum reinschnuppern einladen sollen“, wie Hugger sagte.

von Patricia Kutsch

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