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Aktivitätsmesser und Taschencomputer

Stress-Forschung Aktivitätsmesser und Taschencomputer

In dem Labor der Klinischen Biopsychologie der Arbeitsgruppe von Professor Urs Nater ­werden unterschiedliche Forschungsmethoden miteinander kombiniert.

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Die Diplom-Psychologinnen Jana Strahler und Nadine Skoluda sind Mitarbeiterinnen sind Mitarbeiterinnen in der Arbeitsgruppe und im Labor von Professor Urs Nater.

Quelle: Thomas Breme

Marburg. Die Arbeitsgruppe von Professor Urs Nater ist daran interessiert, die Mechanismen stressbezogener Erkrankungen in einer Kombination aus verschiedenen Methoden und Strategien unterschiedlichster Forschungsrichtungen näher zu beleuchten.

Dabei wird die Erfassung psychologischer Messungen und von physiologischen Stressmarkern verbunden, mit denen Veränderungen des autonomen Nervensystems und des Immunsystems analysiert werden. Auch modernste Technologien der funktionellen Genomanalyse werden in dem Labor in Kooperation mit den „Centers for Disease Control“ in Atlanta verwendet. Neben der Anwendung zahlreicher bereits etablierter Methoden geht es uns auch um die Entwicklung, Evaluierung und Etablierung neuer Methoden zur Erfassung psychologischer und physiologischer Reaktionen auf Stress, berichtet Professor Nater. Die Bestimmung zugrundeliegender biologischer Mechanismen bietet vielfältige Möglichkeiten der verbesserten Diagnostik und Klassifikation.

Für die Erfassung der stressbezogenen Daten werden Studienteilnehmer unter anderem mit i-Pods oder Taschencomputern ausgestattet. Diese ermöglichen es, sie jederzeit zu erreichen und ihnen zu Stress-Situationen im Alltag Fragen zu stellen. Diese müssen sie dann beantworten müssen, wenn sie angepiepst werden. „Wenn man auf diese Weise Gefühlszustände erfragt, dann bekommt man genauere Aussagen darüber, als wenn die Studienteilnehmer schriftlich Fragebögen ausfüllen“, erläutert der Psychologie-Professor. Zusätzlich können Teilnehmer an Stress-Studien auch noch mit Aktivitätsmessern ausgestattet werden, die sie am Handgelenk tragen. Diesee Messgeräte erfassen unter anderem, wie schnell die Probanden sich bewegen und wie oft sie ihre Position im Raum verändern,

Nater will mit seiner Arbeitsgruppe am Fachbereich Psychologie der Uni Marburg insgesamt die Grundlage für erfolgreiche therapeutische Interventionen legen, die zur Stressreduzierung beitragen können. Darunter fallen beispielsweise Stressma­nagement-Training sowie Musik- und Sporttherapie.

von Manfred Hitzeroth

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Die Zusammenhänge zwischen chronischem Stress und andauernden ­Erschöpfungszuständen erforscht der Marburger Psychologie-Professor Urs Nater.

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