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Afrikanisches Lebensgefühl mitten in Marburg

Terra-Tech-Festival Afrikanisches Lebensgefühl mitten in Marburg

Mehr als 2000 Besucher des Terra-Tech-Festivals erlebten am Samstag ein farbenfrohes Markttreiben, exotische Gerüche, Geschmäcker aus Afrika und abwechslungsreiche Workshops.

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Terra-Tech-Mitglied Lula Helms aus Eritrea bot
eine traditionelle afrikanische Teezeremonie. Der Andrang auf dem Festival-Gelände war groß.

Quelle: Ina Tannert

Marburg. Rund um die Waggonhalle herrschte großer Andrang. Bei strahlendem Sonnenschein, durchbrochen von kurzen Regengüssen, fand das vierte Terra-Tech-Festival statt. Zwischen bunten Marktständen, exotischen Speisen, Spielecken und Live-Musik genossen die Besucher die Veranstaltung für den humanitären Zweck.

An zehn Ständen boten Händler ihre exotischen Waren feil. Neben jeder Menge Schmuck, Keramik und Dekorationsstücken aus Afrika und Asien präsentierten die Verkäufer Stoffe, Teppiche und Kleidungsstücke. Ein Teil des Umsatzes der Händler sowie der Waggonhalle floss in die Spendenkasse des Festivals. Auch die neue Volksbank-Kletterhalle beteiligte sich und bot gegen eine Spende Klettern in luftiger Höhe an.

Festivalfeeling kam bei den Workshops auf. Handwerkliches Geschick war unter anderem beim Mosaikkurs gefragt. Bewegung kam bei den bunt gestalteten Zirkus-, Trommel- und Tanzworkshops auf. Am Abend erwartete die Besucher eine bunte orientalische Tanzvorführung.

Die Besucher probierten kulinarische Spezialitäten aus aller Welt. So bot etwa Lula Helms aus Eritrea eine traditionelle afrikanische Teezeremonie an, inklusive Feuerröstung und frische Zubereitung des Heißgetränks. Die Besucher waren fasziniert, der Tee-Tisch allzeit gut besetzt.

Auch das Kinderprogramm war umfangreich, zahlreiche kleine Marktbesucher genossen den Tag in der Bastel- und Spielecke und bestaunten Kindertheater, Clowns oder Jongleure.

Die Besucher waren begeistert: „Das Fest ist eine sehr gute Sache mit tollen, engagierten Organisatoren. Es herrscht eine super Atmosphäre“, lobte unter anderem Marktbesucher Gunthram Schenk das Festival. Veranstalter war der Marburger Verein Terra Tech Förderprojekte. Was vor vier Jahren als einfaches Afrikafest zum 25-jährigen Vereinsbestehen begann, hat sich mittlerweile zum beliebten Publikumsmagnet entwickelt.„Das Festival war wieder ein Riesenerfolg, wir werden immer größer“, freute sich Organisatorin Saskia Rößner.

Die Spendenbereitschaft der Besucher war groß: Insgesamt sammelte der Verein mehr als 1500 Euro. „Das ist uns ein großer Ansporn, im nächsten Jahr die 2000-Euro-Marke zu knacken“, zeigte sich auch Andreas Schönemann, Projektleiter von Terra Tech begeistert.

Das Geld soll für das aktuelle Schulprojekt „Child-Friendly-Schooling“ in Sierra Leone verwendet werden. Unter anderem werden Lehrkräfte an zehn Schulen in neuen Lehrmethoden und gewaltfreiem Umgang mit ihren Schülern geschult. Daneben organisiert Terra Tech Umbau und Sanierung der Gebäude und Hygieneeinrichtungen. Der Verein Terra Tech Förderprojekte initiiert seit fast 30 Jahren Hilfsprojekte in verschiedenen Ländern der Dritten Welt. Mit ihrer humanitären Hilfe und Entwicklungsarbeit leistet die Organisation in von Armut oder Naturkatastrophen betroffenen Regionen vor Ort Basisversorgung sowie Aufbau- und Wiederaufbauhilfe und ist ebenfalls in der Aus- und Weiterbildung aktiv.

Weitere Informationen im Internet unter www.terratech-ngo.de

von Ina Tannert

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