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Afrikafahrer erreichen per Rad ihr Ziel in Kenia

„Malaika“-Verein Afrikafahrer erreichen per Rad ihr Ziel in Kenia

Der Marburger Geert Schroeder ist mit dem Fotografen Immanuel Schulz aus Lindau, von Kapstadt in Südafrika 10.000 Kilometer weit nach Nakuru in Kenia geradelt. Jetzt ist Schroeder angekommen, wie er per E-Mail berichtete.

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Geert Schroeder und Immanuel Schulz haben die Fahrt von Kapstadt nach Nakuru in Kenia per Rad geschafft und fahren über die Ziellinie – begrüßt von 250 Schaulustigen.

Quelle: Privatfoto

Marburg. „Ich freue mich riesig auf das Wiedersehen mit meinen afrikanischen Freunden, die liebevoll und hochmotiviert das von mir mitgegründete Malaika-Children’s-Home betreuen, in dem inzwischen – nach einem Jahr Laufzeit – 15 Waisenkinder herumtoben“, schreibt Schroeder über seine Gedanken wenige Kilometer vor dem Ende der Reise. „Im Schnelldurchlauf rauschen nochmal die Erlebnisse der 105 Radeltage durch meinen Kopf“.

Von der faszinierenden Weite Namibias über die atemberaubende Tierwelt Botswanas führte die Reise am malerischen Malawi-See entlang und in Tansania vorbei am Kilimandscharo bis zur Grenze zwischen Tansania und Kenia. Schroeders Ziel ist es, in Nakuru Waisenkindern zu helfen, die ihre Eltern wegen der AIDS-Krankheit verloren haben. In Marburg gründete er zu diesem Zweck den „Malaika“-Verein. Sponsoren spenden den Radfahrern Geld, und dieses Geld soll dem Waisenheim zugute kommen. Am Ziel der Reise gab es ein großes Empfangskomitee.

„Mehr als 250 Gäste aus der Nachbarschaft sind der Einladung unserer kenianischen Partner gefolgt und singen, tanzen, applaudieren“, berichtet Schroeder. „Ich verbringe den bewegenden letzten Expeditions-Tag auf dem Grundstück des Malaika-Centers. Eins unserer Waisenkinder, das ich heute für lange Zeit auf dem Arm trage, ist HIV-positiv. Es ist das einzige unter all den Kindern, dessen Test nicht gut ausfiel. In all dem Trubel des Tages habe ich nochmal ganz deutlich durch sein Herzpochen und Lächeln gespürt, warum ich das alles begonnen habe.

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