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Abschlussfeier für Jungreporter

Schüler lesen die OP Abschlussfeier für Jungreporter

Lesen, recherchieren, schreiben. So lautete die Aufgabe für knapp 1200 Schüler in den vergangenen Wochen. Gestern wurde der Abschluss des Projektes "Schüler lesen die OP" gefeiert.

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Knapp 500 Schüler kamen zur Abschlussveranstaltung des Projektes „Schüler lesen die OP“ ins Cineplex. Die Klassensprecher nahmen die Urkunden von Karin Brahms, Vertreterin der Stadtwerke und Patrick Bamberger, Sparkasse, entgegen. Foto: Tobias Hirsch

Marburg. Höhlenmenschen lesen keine Zeitung, schreiben keine Artikel, müssen nicht die Schulbank drücken. Sie kennen keine Vokabeltests und keine Klassenarbeiten, keine Textaufgaben und erst recht keine Aufsätze. Kurzum: Höhlenmenschen haben aus Schülersicht ein entspanntes Leben. Mit dem Animationsfilm über die Höhlenmenschen-Familie „Die Croods“ sowie dem Film „Heute bin ich blond“ endete für rund 450 Schüler die 27. Auflage des Projektes „Schüler lesen die Oberhessische Presse“.

Größte Herausforderung: Ein Thema finden

Knapp sechs Wochen lang wurde an 21 Schulen im Kreis Zeitung ausgeteilt. Zeitung lesen und später auch eigene Artikel schreiben - diese Aufgabe prägte vom ersten Tag an den Projektalltag. „Das hat Spaß gemacht. Ich habe einen Artikel über das Marburger Schloss geschrieben. Den Anfang zu finden - das war das Schwerste“, erklärt Luise Krahl von der Gebrüder-Grimm-Schule.

 

Ihre Mitschülerin Rosalie Altfeld ist fast ein bisschen wehmütig, dass das Projekt mit dem Beginn der Osterferien endet. „Mir hat es richtig Spaß gemacht für die Zeitung zu schreiben. Wir haben ein Interview mit dem Direktor des Marburger Schlosses geführt. Dabei haben wir über ganz andere Sachen geredet, als wir uns eigentlich vorgenommen hatten.“

Lesen, ein Thema über mehrere Wochen verfolgen, recherchieren und schreiben - all das mussten die Schüler während des Projektzeitraumes meistern. Und manchmal, da mussten sie auch die Erfahrung machen zu scheitern. Dann, wenn Interviews abgesagt, kein Ansprechpartner gefunden wurde. Die Lektion: Schütteln, fluchen, weitermachen.

Berührende undkritische Berichte

„Es war schwer, ein Thema zu finden, das einem so viel Spaß macht, dass man auch darüber schreiben kann, erklärt Chaymae, Schülerin des Landschulheimes Steinmühle. Sie hat ein solches Thema gefunden. Kein einfaches, wohlbemerkt. „Ich habe über Sonneneruption geschrieben“, so die 14-Jährige.

Mit Popcorn und Cola machten es sich die Schüler in den Kinosesseln bequem. Doch bevor es hieß „Licht aus, Film ab“ wurden die Teilnehmerurkunden überreicht. Diese Aufgabe übernahmen die Vertreter der Kooperationspartner. Karin Brahms von den Stadtwerken, Mirjam Wege, Vertreterin des staatlichen Schulamtes und Patrick Bamberger von der Sparkasse fanden lobende Worte für die Leistung der Jungreporter.

Die mal kritischen, mal unterhaltsamen, mal anklagenden, mal aufklärenden Artikel der Schüler waren auch ihnen beim Durchstöbern der Zeitung ins Auge gefallen. „Eine tolle Leistung“ waren sich alle Kooperationspartner einig. So toll, dass noch weitere Seiten unter dem Motto „Schüler schreiben für die OP“ in den kommenden Wochen erscheinen werden.

Hintergrund
  • 1170 Schüler aus 21 Schulen haben an dem Projekt „Schüler lesen die OP“ in diesem Jahr teilgenommen.
  • Während des Projektzeitraumes haben die Redakteure der Oberhessischen Presse 22 Klassen besucht und sich den Fragen der Schüler gestellt.
  • Mehr als 40 Artikel, die von Schülern verfasst wurden, sind bereits erschienen. Weitere folgen.
  • Alle Artikel finden Sie in den kommenden Tagen online auf der Schüler lesen die OP-Seite.

von Marie Lisa Schulz

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