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Abschied mit Tränen und Lachen

Marburger Gertrudisheim Abschied mit Tränen und Lachen

Kinder, Jugendliche und Mitarbeiter des Gertrudisheims sind tieftraurig, dass „ihre“ Schwester Edith nicht mehr Heimleiterin ist. Die 73-jährige Ordensfrau geht in den Ruhestand.

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Schwester Edith mit einem „ihrer“ Heim-Kinder.

Quelle: Andreas Schmidt

Marburg. Als Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) am Freitag durch einen Seiteneingang das Gertrudisheim betrat, fand er einen kleinen Jungen vor, der weinte. Auf die Frage nach dem Warum, antwortete der Kleine: „Schwester Edith geht doch“.

Viele Tränen flossen bei Kindern und Mitarbeitern während der Abschiedsfeier von Schwester Edith, die seit 43 Jahren das Kinder- und Jugendheim der Caritas leitet und dort nicht nur arbeitet, sondern lebt. Dabei wird die 73-jährige Ordensfrau noch weiter im Heim wohnen können und somit dem Haus erhalten bleiben, wie Diözesan-Caritasdirektor Dr. Markus Juch den Festgästen, Mitarbeitern und Heimbewohnern erklärte. Während Schwester Edith das Lob ihrer Kollegen und Festgäste hörte, saß sie am Rand der Stuhlreihe und hielt ein Kind auf dem Schoß – auch das sei ein typisches Bild für die bescheidene Pädagogin, sagte Juch. Schwester Edith hat als Älteste von fünf Geschwistern bereits früh Verantwortung übernehmen müssen, als ihr Vater nach dem Krieg in Russland war, berichtete Juch. Im Laufe der mehr als 40 Jahre hat Schwester Edith für Hunderte von Kindern Verantwortung übernommen. So kamen auch ehemalige Heimkinder, um sich bei Schwester Edith zu bedanken.

von Anna Ntemiris


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