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"Abschalten und zwar jetzt"

Anti-AKW-Demo "Abschalten und zwar jetzt"

Etwa 100 Menschen haben am Dienstagabend in der Innenstadt für die Abschaltung aller Atomkraftwerke demonstriert.

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Etwa 100 Demonstranten forderten in Marburg die Abschaltung aller Atomkraftwerke.Foto: Krause

Marburg. Auf dem Elisabeth-Blochmann-Platz begann die Kundgebung, zu der das Anti-Atom-Plenum Marburg aufgerufen hatte. Wie in zahlreichen anderen Orten in Deutschland auch trafen sich die Menschen in der Universitätsstadt zu einer Mahnwache, um der Opfer des Tsunamis in Japan zu gedenken.

Und die Katastrophe sei bei den zerstörten Atomkraftwerken auch nach drei Jahren noch in vollem Gang, hoben die Organisatoren hervor. „Die Kernschmelze ist nur notdürftig unterbrochen, die Heimat Hunderttausender ist verstrahlt und schon jetzt sind alarmierende Krebszahlen bei Kindern zu verzeichnen.“

Die Anti-Atom-Bewegung in der Bundesrepublik habe erreicht, dass seit Fukushima acht der Atomkraftwerke in Deutschland stillgelegt worden sind. Nun kämpfe man dafür, dass die restlichen auch noch schnell vom Netz gehen.

Die Demonstranten zogen über die Weidenhäuser Brücke in die Biegenstraße zur SPD-Zentrale, denn die Partei sei als Teil der Großen Koalition in Berlin auch Teil der Enttäuschung. Immer wieder skandierten die Demonstranten „Abschalten und zwar jetzt und zwar alle und für immer“. Weiter ging es zu einer Gedenkminute beim Fukushima-Denkmal, das auf Anregung der Initiative „Alles im Biegen“ beim Pfaffenwehr zwischen Uferstraße und Deutschhausstraße errichtet worden ist, zum Marktplatz, wo sich der Zug nach einer Abschlusskundgebung auflöste.

von Heiko Krause

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