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Ab in den Urlaub!

Ferienstart Ab in den Urlaub!

Der Gepäckberg wächst, der Platz im Kofferraum füllt sich magisch. Die OP gibt Tipps, wie Sie sinnvoll und vor allem sicher packen.

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Quelle: Thomas Strothjohann

Stichwort: Gepäck

Umpacken: Bevor sich Koffer und Taschen stapeln, denken Sie daran, Warndreieck und Erste-Hilfe-Kasten so umzuräumen, dass sie im Notfall greifbar sind. Auch rät sich, vor der Reise den Reifendruck (bitte den Ersatzreifen nicht vergessen) und Ölstand zu messen.

Rutschfest: Die schweren Gepäckstücke kommen nach unten, die leichten nach oben. Ein Auto richtig beladen – das braucht Zeit. Taschen und Koffer sollten so gestapelt werden, dass sie sich nicht mehr bewegen können. Gepäcktetris quasi. Lose Taschen gegebenenfalls zusätzlich mit einem Spanngurt absichern.

Tiefstapeln: Egal wie lang der Urlaub ist, egal wie viele Taschen ins Auto gepackt werden müssen: die Sicht des Fahrers darf niemals eingeschränkt werden. In der Regel sollte nicht über die Höhe der Rückbank hinaus gepackt werden. Es sei denn, das Auto verfügt über ein Gepäcknetz. Falsch verstautes Gepäck kann bei einem abrupten Bremsmanöver zu einer tödlichen Gefahr werden.

Stichwort: Stau

In Hessen beginnen am Freitag die Sommerferien. Damit haben dann die Schulen in zehn Bundesländern geschlossen. Laut ADAC müssen Urlauber vor allem am Freitagnachmittag und am Samstag mit den ersten längeren Staus rechnen. Davon werden vor allem folgende Strecken betroffen sein:

  • A 1 Bremen - Hamburg - Lübeck - Puttgarden
  • A 2 Dortmund - Hannover
  • A 3 Frankfurt - Würzburg - Nürnberg
  • A 5 Kassel - Frankfurt - Karlsruhe - Basel
  • A 6 Mannheim - Heilbronn - Nürnberg
  • A 7 Hamburg - Flensburg
  • A 7 Hamburg - Hannover - Würzburg - Füssen
  • A 8 Karlsruhe - Stuttgart - München - Salzburg
  • A 9 Nürnberg - München
  • A 19 Wittstock - Rostock
  • A 24 Berlin - Hamburg
  • A 61 Mönchengladbach - Koblenz - Ludwigshafen
  • A 93 Inntaldreieck - Kufstein
  • A 99 Umfahrung München

Stichwort: Die Reiseapotheke

Wer seinen Urlaub plant, sollte auch an die Reiseapotheke denken. Der ADAC empfiehlt folgende Grundausstattung:

  • Einmalhandschuhe, Pinzette, Schere, Wunddesinfektionsmittel, Pflaster und Kompressen, elastische Binden sowie Fieberthermometer.
  • Arzneien gegen Schmerzen, Fieber, Durchfall, Verstopfung und Erkältung sollten ebenfalls im Gepäck sein.
  • Abschwellende Nasensprays leisten vor und auf Flügen wertvolle Dienste, um den Druckausgleich im Ohr zu erleichtern.
  • Gegen Reiseübelkeit helfen spezielle Kaugummis oder Akupressurbändchen.
  • Fernreisende sollten sich etwas umfangreicher vorsorgen: sinnvolle Ergänzungen sind hier Insektenschutzmittel, Tabletten zum Entkeimen von Wasser und Mittel gegen Magen-Darm-Verstimmungen.

Generell gilt: wer regelmäßig Medikamente einnimmt, sollte als Reserve mehr als die Hälfte der Menge mitnehmen, die er im Normalfall benötigt. Dabei ist zu beachten, dass nicht jedes Präparat problemlos über jede Grenze gelangt. Eine Insulin-Spritze könnte bei ausländischen Behörden schon den Verdacht von Drogenbesitz erwecken. Hierfür gibt es eine ärztliche Bescheinigung, verfasst in mehreren Sprachen.

Das Formular zur Medikamentenmitnahme steht auf der Homepage des ADAC zum Download bereit: www.adac.de.

Stichwort: Navigation

Die Zeiten, in denen Ehen auf der Urlaubsfahrt zerbrachen, weil man dem Partner das Lesen der Straßenkarte nicht zutraute, sind vorbei. Heutzutage ärgert sich die ganze Familie gemeinsam über das Navi. Wer keins hat, kann auch ein Smartphone nutzen. Ein paar Tipps, damit sich der Ärger in Grenzen hält:

  • Prüfen Sie vor der Fahrt, ob das Kartenmaterial ihres Navis aktuell ist. Falls nicht, finden Sie auf der Herstellerseite Aktualisierungen.
  • Falls Sie im Ausland mit Ihrem Smartphone navigieren wollen, brauchen Sie entweder einen Daten-Tarif, der Ihnen erlaubt, auch im Ausland günstig zu surfen. Oder Sie kaufen eine App, die die Karten auch offline zur Verfügung stellt. Zum Beispiel „CoPilot Live“, oder „Navigon EU 10“.
  • Bei der Vorbereitung Ihrer Route können Sie die GPS-Koordinaten von Campingplätzen und Hotels notieren. Die lassen sich dann direkt per Navi ansteuern – oft besser als normale Adressen.

Stichwort: Unterwegs mit dem Nachwuchs

Kaum auf der Autobahn geht es los: Die Kinder werden unruhig, die Fahrt scheint schon jetzt ewig zu dauern. Damit der Urlaub nicht schon kurz nach Beginn in einer Katastrophe endet, gibt der Marburger Kinderarzt Dr. Stephan Heinrich Nolte nützliche Tipps:

  • „Generell empfiehlt es sich, mit der Bahn zu reisen. Die Kinder müssen sich dort nicht anschnallen und können rumlaufen – etwa in den Speisewagen“, sagt Nolte. Der Mediziner weiß: schon die Vorbereitung auf die Autofahrt kann einige stressige Situationen ersparen. „Die Kinder müssen motiviert werden. Sind die Eltern genervt von Stau und Verkehr, überträgt sich auch das auf den Nachwuchs“, erklärt Nolte. Entspannung ist wichtig – auch bei den Pausen, die vorgeplant werden sollten. „Oftmals gibt es interessante Orte rechts und links der Autobahnen, die ein Besuch lohnen. Etwa Burgen oder Parks“, sagt Nolte. Um während der Fahrt für Ablenkung zu sorgen, empfiehlt der Mediziner auch mal einen Platztausch. „Der Vater muss nicht immer angestrengt vorne sitzen und fahren. Er kann sich auch ruhig mal nach hinten setzen und mit den Kinden spielen“.

Weitere allgemeine Tipps für alle Eltern:

  • Bei kleinen Kindern sollte das Lieblingsspielzeug in keinem Fall fehlen, Nackenkissen und Kuscheldecke sollten auch eingepackt werden.
  • Längere Fahrten sollten am besten in die Mittagsschlafzeit des Kindes gelegt werden.
  • Generell viel Zeit für Pausen einplanen. Faustregel: Nach maximal zwei Stunden Fahrt mindestens 15 Minuten anhalten – aussteigen, herumtoben oder Gymnastik machen.
  • An den Blendschutz im Auto denken.
  • Zugluft vermeiden. Nicht mit offenem Fenster fahren – das kann zu Erkältungen führen.

von Thomas Strothjohann, Marie Lisa Schulz und Dennis Siepmann

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