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Ab Ende September Tempo 30 in der Wehrdaer Straße?

Ortsbeirat Ab Ende September Tempo 30 in der Wehrdaer Straße?

Neben dem Thema „Verkehr“ ging es in der Ortsbeiratssitzung am Dienstag auch um „Flüchtlinge“ und „Bauanträge“.

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Tempo 30 soll nach dem Wunsch des Ortsbeirates Wehrda von der Elisabethkirche bis zum Kreisel in Wehrda gelten.

Quelle: Tobias Hirsch

Wehrda. Zunächst stand die mögliche Einquartierung von Flüchtlingen in der Siemensstraße 14 im Wehrdaer Gewerbegebiet zur Debatte.

Alle Ortsbeiratsmitglieder waren sich einig, dass zwar die Bedingungen im zur Zeit leerstehenden Gebäude aufgrund der Autobahnnähe und der Lage zwischen Hallen und Bürogebäuden nicht wünschenswert sei, jedoch - wie SPD-Vertreter Dr. Mohammad Malmanes betonte - besser als die „unfassbaren Bedingungen in den Flüchtlingsunterkünften in Kirchhain oder Neustadt“ seien. Es wurde beschlossen, dass zusätzlich zur Unterbringung auch eine bessere Eingliederung in die Gemeinde nötig sei.

Eine deutlich hitzigere und längere Diskussion brachte die Frage mit sich, wie mit den Bauvorhaben für ein Grundstück auf der anderen Seite der Stadtautobahn nahe dem Wehrdaer OBI-Markt zu verfahren sei. Neben dem Antrag eines Taxiunternehmens und einer Bebauung mit Wohnhäusern lagen dem Ortsbeirat noch die Pläne für eine Räumlichkeit für vornehmlich ausländische Hochzeiten vor. Ortsbeiratsmitglied Christiane Dörbecker (SPD) gab zu bedenken, es sei mit starker Lärmbelästigung zu rechnen, da das Grundstück in unmittelbarer Nähe zum alten Wehrdaer Ortskern liege. Eine wortreiche Debatte brachte jedoch letztendlich einen Mehrheitsentscheid für das Vorhaben hervor.

Aus dem Besucherkreis kam schließlich noch die Frage nach dem aktuellen Stand zum Tempolimit in der Wehrdaer Straße. Die Antwort des Ortsbeirates: Man sei zuversichtlich, dass ab Ende September vom Kreisel in Wehrda bis zur Elisabethkirche nicht schneller als 30 Kilometer pro Stunde gefahren werden dürfe.

Auf den Hinweis, der Lärmpegel in der Wehrdaer Straße sei unzumutbar, reagierte Ortsvorsteher Dirk Vaupel (CDU) mit einer Erläuterung aktueller Zahlen, wonach die Straße nicht schneller oder mehr befahren sei als im Jahr 2003.

Er stellte jedoch auch klar, dass er persönlich der Messung und den Geräten misstraue und berief sich dabei auf den erheblich angestiegenen Schwerlastverkehr und die sich häufenden Beschwerden über Überschreitungen des Tempolimits.

Tempo 30 sei nur der erste Schritt zur Bekämpfung des Lärms in der Wehrdaer Straße, jedoch sicher nicht der letzte, versprach Vaupel.

von Melchior Bonacker

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