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71-Jährige Opfer von Enkeltrick

Betrug 71-Jährige Opfer von Enkeltrick

Ihr Kontrollanruf beim Vater der angeblichen Enkelin kam leider zu spät. Die Seniorin hatte einer von diesem Enkel geschickten, ihr unbekannten Botin den fünfstelligen Bargeldbetrag schon übergeben.

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„Versichern Sie sich zuerst mit einem Rückruf unter der Ihnen bekannten Rufnummer, dass der Anrufer tatsächlich der Verwandte ist. Nutzen Sie den bargeldlosen Zahlungsverkehr bei den Banken“, rät die Polizei Marburg.

Quelle: Archiv

Wehrda. Die 71-jährige Frau aus Wehrda war Opfer des typischen Enkeltricks geworden. Die Fahndung nach der Botin, einer 40 bis 45 Jahre alten, etwa 1,60 Meter großen und schlanken Frau mit südländischem Aussehen und dunklen Haaren verlief erfolglos.

Die Botin hatte eine dunkle Mütze auf sowie einen hellen, knielangen Mantel und dunkle Hosen an. Sie erhielt das Geld am Dienstag, 12. April, zwischen 15.15 und 16 Uhr nahe des Geldinstituts in der Wehrdaer Straße. Der Ablauf war typisch für den Enkeltrick: Eine sympathische Frauenstimme hatte sich per Telefon gemeldet und durch geschickte Gesprächsführung suggeriert, sie sei die Enkelin.

Sie schilderte eine angebliche Notlage – in diesem Fall den dringlichen Kauf einer Wohnung als absolutes Schnäppchen. Die gutgläubige Oma willigte sofort ein und sagte umgehende Unterstützung zu. Sie ging zur Bank und hob Geld ab. Was dann kam, ist ebenfalls typisch für die Enkeltrickbetrüger: Es gibt einen zweiten Anruf, in dem sich der angebliche Enkel dafür entschuldigt, dass er nicht selbst kommen kann. Er kündigt einen vertrauenswürdigen Boten an, der das Geld abholt.

So war es auch in diesem Fall. Die Seniorin übergab das Geld der ihr fremden Frau. Erst als sie später bei den Verwandten anrief, wurde ihr klar, dass sie betrogen worden war. „Versichern Sie sich zuerst mit einem Rückruf unter der Ihnen bekannten Rufnummer, dass der Anrufer tatsächlich der Verwandte ist. Nutzen Sie den bargeldlosen Zahlungsverkehr bei den Banken“, rät die Polizei Marburg.

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