Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 2 ° Regen

Navigation:
696 Seiten geballte Stadtteil-Geschichte

Dorfchronik 696 Seiten geballte Stadtteil-Geschichte

Schröck hat eine brandneue Chronik. Auf fast 700 Seiten dokumentiert der frisch gedruckte Band die Geschichte des Stadtteils von der Vor- und Frühgeschichte bis zur Dorferneuerung.

Voriger Artikel
Baukran im Einsatz
Nächster Artikel
Marburger Grüne forcieren Windkraft

Fast 700 Seiten umfasst die neue Chronik von Schröck, die Ortsvorsteher Uwe Heuser (zweiter von rechts) und Herausgeber Dr. Lothar Weitzel (dritter von links) gemeinsam mit zahlreichen beteiligten Autoren vorstellten.

Quelle: Ina Tannert

Schröck. Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) und Herausgeber Dr. Lothar Weitzel stellten gemeinsam mit zahlreichen Autoren und Einwohnern das neue Werk in der Hingilskoots-Scheune vor. Die Fertigstellung der zweiten Chronik des Stadtteils habe eine besondere Bedeutung, „Schröck kann zu Recht stolz auf seine lange Geschichte und Tradition sein“, lobte Vaupel das erfolgreiche Projekt. Alleine am Umfang sei zu sehen, wie viel „außergewöhnliche Arbeit“ in dem knapp 700 Seiten starken Werk stecke.

Mehr als 20 Personen, ein Großteil davon aus Schröck, hatten sich an dem umfangreichen Projekt beteiligt und Beiträge zu Geschichte und Kultur des Stadtteils verfasst. Über Jahre hinweg hatten die Teilnehmer historische Quellen, Fotos, Schriften und aktuelle Forschungsergebnisse „in mühseliger Kleinarbeit zusammengetragen“, gratulierte auch Ortsvorsteher Uwe Heuser den Autoren.

Das Projekt entstand aus dem anhaltenden Wunsch vieler Schröcker nach einer Neuauflage der seit langem vergriffenen Schröcker Chronik aus dem Jahr 1976. Der spätere Herausgeber Dr. Lothar Weitzel gründete 2007 schließlich mit zahlreichen Einwohnern den Arbeitskreis „Schröcker Dorfchronik“.

Band 102 der Marburger Stadtschriften

Im Laufe der Jahre beteiligten sich weitere Bewohner, Vereins- und Parteimitglieder aus Schröck sowie mehrere namhafte Historiker, Kunstexperten und Grafiker. Entstanden ist mehr als nur eine Ergänzung der alten Chronik, „es ist ein eigenständiges Werk geworden“, freute sich der Koordinator.

Veröffentlicht wurde die Chronik als Band 102 der Marburger Stadtschriften über den Rathaus-Verlag. Chronologisch zeigt das Werk die Geschichte der Region des heutigen Schröck, dokumentiert erste Siedlungen und archäologische Funde seit der Frühzeit, historische Bauten und Kulturdenkmäler, die Entwicklung von Brauchtum, Wirtschaft und Politik, bedeutende Ereignisse des Dorfes und nicht zuletzt den Wandel der Kulturlandschaft oder Grenzstreitigkeiten mit den Nachbarn des Dorfes.

Neue Erkenntnisse der jüngeren Forschung, etwa aus der Zeit des Nationalsozialismus, sind ebenfalls enthalten. „Von der Vor- und Frühgeschichte bis zum Dorferneuerungsprogramm“ ist alles vertreten“, erklärte Weitzel.

  • Die neue Chronik erscheint in der Erstauflage von 600 Exemplaren und kostet 21 Euro. Verkaufsstellen befinden sich beim Fachdienst Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Rathaus, im teilnehmenden Buchhandel sowie ab dem 16. Februar, montags von 18 bis 19.30 Uhr im Büro des Ortsvorstehers im Bürgerhaus Schröck. Per Online-Formular kann die Stadtschrift auf www.marburg.de beim Rathaus-Verlag bestellt werden.
  • Am Montag, 9. Februar, wird die Chronik ab 20 Uhr während eines öffentlichen Leseabends mit den Autoren in der Hingilskoots-Scheune erneut vorgestellt und zum Verkauf angeboten.

von Ina Tannert

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr